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Self-Wish Cameo

NEON YOKAI - Code Kitsune + Cameo Code 🗝️

NEON YOKAI - Code Kitsune + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €8,99 EUR
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Inkl. Steuern.

Im Tokyo des Jahres 2123 verschmilzt Cyberpunk-Technologie mit alter japanischer Folklore. Yokai – digitale Dämonen – existieren als Nanotech-Hybride in einer übervernetzten Megacity. Als die rebellische Hackerin Yuki "Kitsune-9" versehentlich den gefährlichen Amaterasu-Code stiehlt, der Mensch und Yokai vereinen kann, wird sie zur Gejagten.

Der abgebrannte Ex-Cyberpolizist Renjiro Kage, selbst Träger eines geheimen Yokai-Implantats, soll sie aufhalten – doch ein gemeinsamer Anschlag zwingt sie zur Allianz. Ihre Reise führt sie durch digitale Geisterstädte, Schwarzmärkte für Yokai-Organe und KIs mit Götterkomplex.

Während sich eine gefährliche Sekte auf ein globales Verschmelzungsritual vorbereitet, erkennt Yuki, dass der Code nicht nur Technologie ist – sondern Teil ihrer eigenen Herkunft. Und der Schlüssel zur Zukunft liegt in einer Entscheidung, die alles verändert: Verbindung oder Auslöschung?

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Zu diesem Buch

Kapitel
30
Kapitel
Zeit
96
Minuten
Wörter
24k+
Wörter
FSK
14+
Content
Kapitel 1 – Der Schatten der Vergangenheit Der Regen brannte wie Säure auf seiner Haut. Renjiro Kage stand auf einem überfluteten Skywalk, fünfzig Stockwerke über dem Boden von Shibuya Neo. Die Neonlichter spiegelten sich in Pfützen, die zwischen den Sprüngen des Betonbodens wie kleine Galaxien schimmerten. Sein linker Arm summte – das Yokai-Implantat in seiner Schulter vibrierte in einem Rhythmus, den er hasste und zugleich fürchtete. Es war der Puls von etwas, das nicht ganz menschlich war. Er zog den Kragen seines Mantels hoch, während er durch das grünlich flackernde Hologramm einer Werbung ging, die Nudelsuppe versprach, „mit echter Drachenessenz“. Die Realität dahinter: Ein leerer Durchgang, nasse Wände, flackerndes Licht. Der Geruch nach ozongetränkter Technologie und altem Schweiß. Sein Ziel bewegte sich schnell. Zu schnell. Die Aura eines infizierten Yokai zog sich durch den Regen wie eine fluoreszierende Spur, die nur er sehen konnte – dank seines Implantats. Der Flüchtige war ein Komainu, einer dieser alten, löwenähnlichen Schutzgeister, nun korrumpiert durch Nanotech, das seine DNA mutieren ließ. „Zentrale, Kage hier. Ziel in Sicht. Verfolge durch Oberschicht-Korridor 9. Keine Back-up-Einheiten nötig“, knurrte er in sein Comlink. Keine Antwort. Natürlich nicht. Er war keiner von ihnen mehr. Seit zwei Jahren galt Renjiro Kage offiziell als „nicht im Dienst“. Inoffiziell: der einzige Mensch, der mit einem Yokai-Implantat überlebt hatte. Und der Einzige, der wusste, wie sich diese Wesen wirklich bewegten. Nicht als Monster. Sondern als Gefangene einer Technologie, die sie nie wollten. Der Komainu brach plötzlich durch ein Gitter und stürzte in ein darunterliegendes Einkaufszentrum – oder was davon übrig war. Renjiro sprang hinterher, der Mantel flatterte wie ein schwarzer Flügel. Er landete auf dem Geländer einer Rolltreppe, rutschte herunter, das Gewicht seiner Sealgun schwer und vertraut in der Hand. Unten war es still. Zu still. Die Luft war dick, voller Partikel, die im Dunkeln leuchteten. Renjiro aktivierte die Wärmebildlinse in seinem linken Auge. Der Komainu kauerte hinter einem verrosteten Verkaufsautomaten, das Nano-Gewebe zuckte auf seiner Haut wie schmelzendes Plastik. „Ich weiß, du bist noch bei Bewusstsein“, sagte Renjiro ruhig. „Sie haben dich gezwungen. Aber es gibt einen Weg zurück.“ Knurren. Zähne blitzten auf, von Drahtseilen durchzogen. Keine Antwort. Renjiro hob die Sealgun. Ein leises Surren, dann der Schuss – ein spiralförmiger Lichtimpuls, keine Kugel, sondern ein kodierter Bannstrahl, der die Nano-Yokai vorübergehend deaktivieren konnte. Der Strahl traf das Ziel. Der Komainu schrie, zuckte, sank zusammen. Der Bann hielt nur Sekunden. Renjiro trat näher. Die Kreatur keuchte, die Augen flackerten zwischen tierisch und menschlich. „Wer hat dir das Implantat gegeben?“ fragte Renjiro. Stille. Dann ein leises Flüstern. „Obon… Zwei… Null.“ Renjiros Herz setzte aus. Obon 2.0. Das war kein Mythos? Kein Gerücht? Bevor er mehr erfahren konnte, explodierte das Wesen von innen – ein Notfall-Killswitch, ausgelöst durch Naniten. Nur eine klebrige, zitternde Masse blieb zurück, dampfend auf dem Boden. Renjiro trat zurück. Er kannte dieses Protokoll. Wer auch immer diesen Komainu programmiert hatte, wollte keine Spuren hinterlassen. Er schaltete seine Sealgun zurück in den Ladezustand und trat aus dem Schatten. In seinem Ohr summte eine alte Erinnerung, die nicht verschwinden wollte. „Du wirst sehen, Bruder. Am Ende wird keiner von uns mehr Mensch sein.“ Die Stimme war alt. Weiblich. Und doch schien sie mit dem Implantat zu flüstern. Renjiro fasste sich an die Schläfe, versuchte, die Vision wegzudrücken. Aber sie ließ sich nicht abschalten. Seit einem Jahr hatte er dieses Flüstern. Immer dieselben Worte. Immer dieselbe Stimme. Und er wusste, wem sie gehörte. Yuki Hattori. Die Schwester. Tot. Seit fünf Jahren. Und doch… irgendwie lebendig in ihm. Im Implantat. Renjiro stieg aus dem Einkaufszentrum und ließ den Regen wieder auf sich niederprasseln. Tokyo 2123 war nicht mehr die Stadt, die er kannte. Es war ein Biotop aus Megakonzernen, Hologramm-Schreinen, und digitalen Göttern. Menschen beteten in Augmented-Reality-Tempeln, küssten Avatare, wurden von Werbedrohnen gesegnet. Aber im Kern war alles faul. Er betrat seine Wohnung – eine schmale Kapsel über einer stillgelegten U-Bahnlinie. Kein Licht. Nur der rot flackernde Bildschirm eines veralteten Terminals. Er setzte sich. Die letzten Daten des Komainu scannte er in sein System. Fragmente des Codes flackerten auf dem Monitor. Viele Teile waren zerstört – doch ein Begriff leuchtete grell. „Amaterasu.exe“ Renjiro kniff die Augen zusammen. Das war nicht möglich. Amaterasu war ein Mythos. Ein Datencode, der angeblich Yokai-DNA in menschliche Nervenbahnen zwang. Eine digitale Göttin der Zerstörung, eingesperrt in einem Algorithmus, der nie hätte existieren dürfen. Und plötzlich wurde ihm klar: Jemand suchte danach. Oder hatte ihn bereits gefunden. Er zog sein Terminal auf, suchte nach Querverweisen. Fand nichts. Nur eine Erwähnung – im internen Archiv des Nanotech-Yokai-Zentrums. Hochsicherheitszone. Nur über das Kagami-Netz erreichbar. Er dachte nach. Es gab nur eine, die so dumm – oder klug – war, dort einzubrechen. Yuki. Nicht die Schwester. Sondern… Kitsune-9. Eine Hackerin mit Gen-Splicing-Fähigkeiten, die sich durch Firewalls schnitt wie durch Papier. Jung. Radikal. Unkontrollierbar. Und mit einer genetischen Signatur, die Renjiros Sensoren schon einmal erfasst hatten – ganz schwach, wie ein Hauch. Ein Fuchsgeruch im Netz. Renjiro lehnte sich zurück, sein Implantat pulsierte. Die Verbindung zu Kitsune-9 war nicht nur professionell. Sie war tiefer. Persönlicher. Denn wenn das stimmte… Wenn sie wirklich Zugriff auf „Amaterasu.exe“ hatte… Dann stand die Welt vor etwas, das keiner aufhalten konnte.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.