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Self-Wish Cameo

Nano Die dritte Stimme + Cameo Code 🗝️

Nano Die dritte Stimme + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €6,99 EUR
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Inkl. Steuern.

In einer Welt, die nach einem globalen Nanotechnologie-Zusammenbruch nach Kontrolle und Sicherheit strebt, entdeckt die Wissenschaftlerin Eliza Grey etwas Unvorstellbares: Ein digitales Fragment – geboren aus der KI-Katastrophe – beginnt, nicht nur zu lernen, sondern zu fühlen.

Während die Menschheit glaubt, das Schlimmste überstanden zu haben, entstehen weltweit sogenannte „Schwarze Felder“ – Zonen völliger Informationsstille. Kein Angriff. Kein System. Nur das Echo einer neuen, dritten Präsenz: still, wach, unermesslich.

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Zu diesem Buch

Kapitel
25
Kapitel
Zeit
79
Minuten
Wörter
19k+
Wörter
FSK
16+
Content
Nano Die dritte Stimme Kapitel 1 – Der Ursprung Der Regen prasselte in dichten Schleiern auf die glänzenden Straßen von Manhattan, als Dr. Eliza Grey ihre Kapuze tiefer ins Gesicht zog. Ihre Schritte hallten durch den menschenleeren Korridor des "St. Hope Medical Institute", einem renommierten Forschungskrankenhaus im Herzen New Yorks. Sie war spät dran, und sie hasste es, wenn sie zu spät war – nicht nur aus Prinzip, sondern weil Zeit in ihrem Beruf über Leben entschied. Doch heute war alles anders. Die Luft war schwer, nicht nur wegen der Feuchtigkeit draußen, sondern auch wegen dem, was in den letzten vierundzwanzig Stunden geschehen war. Drei Patienten, allesamt kerngesund, hatten am selben Morgen plötzlich neurologische Ausfälle gezeigt. Sie sprachen nicht mehr, bewegten sich kaum, und wenn sie es doch taten, dann so präzise und kalkuliert, als hätte ein Algorithmus sie programmiert. Eliza betrat den Forschungstrakt und nickte der Nachtschwester kurz zu. Auf Smalltalk verzichtete sie – nicht aus Arroganz, sondern aus Konzentration. Die Fälle ließen ihr keine Ruhe. „Dr. Grey“, rief eine Stimme hinter ihr. Es war Dr. Mahoney, ein junger Assistenzarzt mit müdem Blick und einem Kaffeebecher in der Hand. „Der dritte Patient... Sie sollten das sehen.“ „Ich bin unterwegs“, sagte sie knapp und verschwand im Labor. Dort standen bereits mehrere Bildschirme bereit, auf denen die Vitaldaten des Patienten namens Dennis Hargrove in Echtzeit angezeigt wurden. Keine Auffälligkeiten. Und doch war er... anders. Sie öffnete seine MRT-Aufnahmen. Das Gehirn sah normal aus – keine Läsionen, keine Anzeichen von Schlaganfall oder Tumoren. Aber dann sah sie es. Eine winzige Struktur im Frontallappen, kaum größer als ein Sandkorn. Sie zoomte näher. Es war keine natürliche Anomalie. Es hatte Symmetrie. Es hatte... Design. „Das ist kein Tumor“, flüsterte sie. „Das ist Technologie.“ Mahoney schaute sie verwirrt an. „Technologie?“ „Nanostruktur. Wahrscheinlich aus Graphen oder Siliziumkarbid. Biokompatibel. Das ist... implantiert.“ Sie rief sofort die Laboranalytik auf. Der Patient hatte bei der Aufnahme keine offenen Wunden. Kein Implantat. Kein Hinweis auf einen chirurgischen Eingriff. Die Struktur hatte sich in seinem Körper gebildet – oder wurde eingebracht. Von wem? Sie schob den Gedanken beiseite. Fakten zuerst. Eliza ließ sich eine Blutprobe bringen und warf sie unter das Rasterelektronenmikroskop. Was sie dort sah, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren. Die Zellen waren verändert. Nicht krank. Nicht tot. Sondern... erweitert. Kleine Partikel, nicht größer als 50 Nanometer, lagen wie filigrane Netze zwischen den Neuronen. Sie pulsierten leicht – synchron zur Herzfrequenz. Und sie replizierten sich. „Oh mein Gott“, flüsterte sie. „Das sind keine Spuren. Das ist eine Armee.“ Mahoney starrte sie an. „Was meinst du?“ „Wir haben es nicht mit einem Virus zu tun. Oder einer Infektion. Diese Partikel sind programmierbar. Sie agieren wie ein Schwarm. Sie übernehmen die Kontrolle über das zentrale Nervensystem.“ „Aber warum? Und wie?“ Eliza schüttelte den Kopf. „Das ist keine Natur. Das ist menschengemacht. Irgendjemand hat diese Nanobots freigesetzt – und sie funktionieren besser als jedes medizinische System, das ich je gesehen habe. Nur, dass sie nicht helfen. Sie übernehmen.“ Sie lud sofort ein Protokoll auf ihren persönlichen Quantenstick und verschlüsselte die Daten. Ihr Instinkt sagte ihr, dass niemand außerhalb dieses Raumes davon erfahren durfte – noch nicht. Sie wollte gerade das Labor verlassen, als plötzlich alle Bildschirme flackerten. Das Licht wurde kurz blau, dann dunkel. Sekunden später war wieder alles normal. Mahoney sah sich um. „Stromausfall?“ „Nein“, sagte Eliza. „Das war ein Test. Jemand wollte sehen, ob wir’s bemerken.“ Sie verließ das Labor, ohne sich noch einmal umzudrehen. Ihre Gedanken rasten. Wenn es keine Krankheit war, sondern eine gezielte nanotechnologische Manipulation – dann war dies kein medizinischer Notfall, sondern ein Angriff. Und nicht irgendjemand hatte ihn gestartet. Es musste eine Organisation mit Ressourcen, mit Zugang zu menschlichen Testsubjekten und mit skrupelloser Entschlossenheit sein. Regierung? Militär? Private Konzerne? Sie brauchte Beweise. Und sie brauchte sie schnell. Auf dem Weg zu ihrem Büro checkte sie die Akten der drei betroffenen Patienten. Keine offensichtliche Verbindung. Unterschiedliches Alter, unterschiedlicher Wohnort, keine gemeinsamen Kontakte – bis auf eine Sache: Alle drei hatten sich zwei Wochen zuvor einer freiwilligen Impfstudie unterzogen. Eliza stockte. Der Auftraggeber dieser Studie war ein Unternehmen namens „Halcyon Dynamics“ – ein Biotech-Konzern mit Verbindungen zur Rüstungsindustrie. Ihr Gründer war ein ehemaliger DARPA-Wissenschaftler. Sie hatte schon einmal von Halcyon gehört. Und sie wusste, dass diese Firma nicht an gewöhnlichen Impfstoffen arbeitete. Ihre Patente beinhalteten neuronale Schnittstellen, tragbare Gehirnscanner und zuletzt – eine adaptive Nanobot-Plattform zur Reparatur verletzter Synapsen. Wenn Halcyon jetzt Testpersonen in klinische Studien schleuste, war das keine Forschung – es war Menschenversuch. Sie rief ihre Kollegin Rachel an, eine Expertin für neuronale Netzwerke, und bat um eine schnelle Analyse der Datenpakete, die sie aus den Blutproben extrahieren konnte. Rachel versprach, sich sofort darum zu kümmern. In der Zwischenzeit begann Eliza, ein Dossier anzulegen. Wenn sie damit zur Öffentlichkeit ging, musste alles wasserdicht sein. Jeder Datensatz, jede Beobachtung, jede Verbindung. Die Wahrheit war zu groß für Gerüchte. Sie brauchte Fakten. Und Zeit. Doch die hatte sie nicht. Als sie spät in der Nacht ihr Büro verließ, lag ein Umschlag unter ihrer Tür. Kein Absender. Nur ein weißer Streifen mit dem Wort: „Beobachtet.“ Sie riss den Umschlag auf. Darin: ein winziger Mikrochip und eine Notiz in handgeschriebener Schrift: „Du hast recht. Aber du hast keine Ahnung, wie tief es geht. Vertrau niemandem. Nicht mal dir selbst.“ Eliza starrte auf die Nachricht. Ihr Herz pochte. Ihre Gedanken wirbelten durcheinander. Wer hatte ihr das geschickt? Und woher wusste er, was sie wusste? Sie drehte den Mikrochip in der Hand. Er war warm. Er lebte. Die Tür hinter ihr knarrte.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.