Zu diesem Buch
20
Kapitel
36
Minuten
9k+
Wörter
18+
Content
Moreaus Vermächtnis
Kapitel 1 – Der Professor und das Symbol
Professor Elias Moreau spürte das Brennen in seiner Brust, während er durch die dunklen Gassen Roms hetzte. Sein Atem ging stoßweise, seine Schritte hallten unnatürlich laut in der Stille der Nacht. Er wagte es nicht, sich umzusehen. Er wusste, dass er verfolgt wurde.
Die alten Pflastersteine waren nass vom Regen, der über die Dächer der Stadt herabrann. Moreau klammerte sich an das Bündel Papier in seiner Jackentasche – Seiten, die Jahrhunderte überdauert hatten. Sie enthielten eine Botschaft, die die Welt erschüttern konnte. Doch nun wollte jemand ihn zum Schweigen bringen.
Er bog in eine schmale Seitengasse ab und drückte sich gegen die kalte Steinwand. Er hielt den Atem an, als Schritte näher kamen – langsam, methodisch. Sein Verfolger wusste, dass er hier war. Moreau griff nach seinem Handy, seine Hände zitterten. Ein einziger Anruf. Vielleicht konnte er jemanden warnen…
Doch bevor er eine Nummer wählen konnte, spürte er den eisigen Druck einer Klinge an seinem Hals.
„Sie hätten das Buch nicht öffnen sollen, Professor.“ Die Stimme war ruhig, beinahe bedauernd.
Ein scharfer Schmerz durchzuckte ihn. Moreau wollte schreien, doch sein Mund blieb stumm. Er sank zu Boden, während der Regen sein Blut in die dunklen Ritzen der Straße spülte. Sein letztes Bild war das Gesicht eines Mannes, den er kannte.
Jemand, dem er vertraut hatte.
Drei Tage später – Vatikanstadt
Dr. Helen Carter, Archäologin und Expertin für antike Sprachen, starrte auf das versiegelte Päckchen, das auf ihrem Schreibtisch lag. Es war ohne Absender an ihre Universität geschickt worden – mit der schlichten Aufschrift:
"Öffne es. Aber vertraue niemandem."
Sie öffnete den Umschlag mit vorsichtigen Fingern. Im Inneren befanden sich mehrere brüchige Seiten Pergament – und ein Foto.
Das Foto zeigte eine Wand mit einem Symbol, das nur unter Schwarzlicht sichtbar war. Helen kannte es. Sie hatte es schon einmal gesehen, vor vielen Jahren in einer verborgenen Krypta unter dem Vatikan.
Damals hatte sie es für ein bloßes Artefakt gehalten.
Jetzt wusste sie, dass es ein Schlüssel war.
Ein Schlüssel zu einem Geheimnis, das niemals ans Licht kommen sollte.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.
