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Self-Wish Cameo

MOODSCAN - Farben der Wahrheit + Cameo Code 🗝️

MOODSCAN - Farben der Wahrheit + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €8,99 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €8,99 EUR
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Inkl. Steuern.

Ein düsterer Sci-Fi-Thriller über Erfindungen, die zu Flüchen werden – und einen Jungen, der zwischen Realität und Wahnsinn den Weg finden muss.

Tomas dachte, sein Opa sei nur ein schrulliger Tüftler – bis er eines Tages entdeckt, dass unter dem Wohnzimmer eine geheime Werkstatt verborgen liegt. Dort lagern fünf verbotene Erfindungen: Eine Brille, die Gefühle sichtbar macht. Ein Ohrstecker, der Prüfungsantworten flüstert. Eine Tasche, die Zeit speichert. Ein künstlicher Schatten mit eigenem Willen. Und ein USB-Stick, der Träume klaut.

Was als Spiel beginnt, entwickelt sich zum Albtraum: Tomas verliert sich zwischen Realität und Illusion, während eine mysteriöse Tech-Organisation – Neuromorphe Inc. – hinter den Erfindungen her ist. Um seinen Opa zu retten und die Welt vor dem völligen Kontrollverlust zu bewahren, muss Tomas selbst zur Waffe werden.

Doch je tiefer er in die Technologie eintaucht, desto mehr droht er, sich selbst zu verlieren…

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Zu diesem Buch

Kapitel
24
Kapitel
Zeit
87
Minuten
Wörter
21k+
Wörter
FSK
16+
Content
MOODSCAN FARBEN DER WAHRHEIT Kapitel 1 – Das Geheimnis unter dem Teppich Tomas war zwölf Jahre alt, als er das erste Mal den knarrenden Teppich im Wohnzimmer anhob. Es war ein Zufall, geboren aus Langeweile und der eigentümlichen Neugier, die Kinder in leeren Nachmittagen befällt. Die Sonne fiel in schrägen Streifen durch die schmutzigen Fenster, und der alte Plattenspieler kratzte in der Ecke eine vergilbte Jazzplatte. Opa döste im Sessel, ein offenes Buch auf der Brust. Tomas war allein. Er spürte etwas unter seinen Fingern. Der Teppich war schwer, roch nach Staub und Mottenkugeln, aber darunter ertastete er etwas – eine raue Kante, kalt und metallisch. Seine Neugier siegte. Er rollte den Teppich weiter zurück und enthüllte eine verborgene Luke, eingelassen in die Dielen. Ein metallener Ring ragte heraus. Tomas zögerte, horchte auf Opas Schnarchen, dann packte er den Ring und zog. Die Luke öffnete sich mit einem langen, rostigen Knarren. Kühle Luft strömte heraus, schwer nach Öl und Maschinen. Eine schmale Holztreppe führte in die Dunkelheit. Tomas schluckte. Er war sich der unausgesprochenen Regel bewusst: In Opas Haus gab es Räume, die tabu waren. Türen, die immer verschlossen blieben. Fragen, die nie beantwortet wurden. Aber heute war irgendetwas anders. Vielleicht lag es daran, dass Opa so tief schlief. Vielleicht daran, dass Tomas endlich groß genug war, um an den Ring zu kommen. Vielleicht – und das spürte er tief im Bauch – war es einfach Zeit. Er stieg hinab. Die Stufen ächzten unter seinem Gewicht. Seine Hand strich über die Wand, tastete nach einem Lichtschalter. Nach ein paar Momenten fand er einen, alt und klapprig. Er drückte ihn. Ein einzelnes, nacktes Licht glomm auf und tauchte den Raum in gelbliches, flackerndes Licht. Tomas keuchte. Die geheime Werkstatt erstreckte sich viel weiter, als er vermutet hatte. Metallene Tische standen in Reih und Glied, übersät mit Geräten, die aussahen, als gehörten sie in einen Science-Fiction-Film. Kabel hingen von der Decke, kleine Maschinen summten leise vor sich hin. An einer Wand war eine riesige Skizze befestigt – ein Plan für irgendetwas Komplexes, mit Notizen in einer winzigen, wirren Handschrift. In der Mitte des Raumes: ein langer Glastisch, auf dem fünf Objekte lagen. Jedes war mit einem kleinen, handgeschriebenen Etikett versehen. Tomas trat näher. Die erste Erfindung sah aus wie eine Sonnenbrille – stylisch, fast modern. Das Etikett las: „MoodScan X5000 – Emotionen sichtbar machen“. Darunter eine warnende Notiz: „Nebenwirkungen nicht ausreichend getestet“. Tomas grinste. Typisch Opa. Immer großartige Ideen – und nie die Geduld, sie ordentlich abzusichern. Er wandte sich dem nächsten Objekt zu: Ein kleiner, glänzender Ohrstecker, so winzig, dass man ihn leicht übersehen konnte. „CheatBuddy – Intelligenter Spickassistent“, stand auf dem Zettel. Darunter wieder eine Warnung: „Achtung: Eigenständige Lernprozesse!“ Tomas fühlte, wie sein Herz schneller schlug. Das war keine normale Werkstatt. Das hier – das war ein geheimer Schatz. Eine Sammlung von Geräten, die das Leben verändern konnten. Oder ruinieren. Das dritte Objekt war unscheinbar: eine schlichte Stofftasche. Er hob sie hoch – sie war schwerer, als sie aussah. Das Etikett erklärte: „TempusPocket – Zeit aufbewahren“. Wieder ein Nachsatz: „Missbrauch kann Realität verzerren.“ Tomas spürte, wie ein Frösteln seine Wirbelsäule hochkroch. Was bedeutete das? Realität verzerren? War das hier ein Spiel – oder bitterer Ernst? Er zwang sich, weiterzugehen. Das vierte Objekt ließ ihn zweimal hinsehen: Es war sein eigener Schatten, der sich auf dem Tisch bewegte. Tomas schreckte zurück – doch der Schatten blieb ruhig liegen, gezeichnet auf die Tischplatte wie eine Scherenschnittfigur. Das Etikett sagte: „ShadowPal – Autonomer Schattendoppelgänger“. Das fünfte und letzte Objekt war ein USB-Stick – ganz normal auf den ersten Blick. Doch er war beschriftet mit: „MindLeak 2.0 – Träume extrahieren“. Und wieder, wie ein Fluch, stand darunter: „Nicht in menschlichen Netzwerken einsetzen!“ Tomas’ Kopf schwirrte. Das war viel. Zu viel. Er hatte erwartet, vielleicht eine alte Münzsammlung oder ein geheimes Fotoalbum zu finden. Aber das hier... das war revolutionär. Und gefährlich. Ein Geräusch ließ ihn herumfahren. Die Luke oben knarrte. „Tomas?“ rief Opas Stimme verschlafen herunter. „Was machst du da unten, Junge?“ Tomas’ Herz setzte einen Schlag aus. Er überlegte, ob er sich verstecken sollte – aber es gab kein Entkommen. Also trat er zur Treppe und rief: „Opa! Was ist das hier?“ Ein Moment Stille. Dann seufzte Opa schwer. „Komm hoch, Tomas. Es ist Zeit, dass du alles erfährst.“ ________________________________________ Oben im Wohnzimmer setzte sich Opa schwerfällig in seinen Sessel. Seine Augen waren klarer jetzt, wacher. Er sah Tomas lange an, als würde er ihn einschätzen. „Du hast mein Geheimnis gefunden“, sagte er schließlich. Seine Stimme war ruhig, fast traurig. „Diese Erfindungen... sie könnten die Welt verändern. Aber sie könnten sie auch zerstören. Deshalb habe ich sie versteckt.“ Tomas nickte stumm. Er hatte tausend Fragen. Aber eine brannte am hellsten. „Warum hast du sie nie der Welt gezeigt?“ Opa lächelte schief. „Weil die Welt nicht bereit ist. Menschen benutzen Dinge nicht weise, Tomas. Sie benutzen sie... gierig. Ohne Verantwortung.“ Er schwieg einen Moment. „Ich habe Fehler gemacht. Große Fehler. Dinge, die ich nie rückgängig machen kann.“ Tomas schluckte. „Und was jetzt?“ Opa lehnte sich vor. Sein Blick brannte sich in Tomas' Seele. „Jetzt hast du eine Wahl, Junge. Du kannst so tun, als hättest du nichts gesehen. Oder du lernst, mit dem Wissen umzugehen.“ Tomas spürte, wie sich ein unsichtbares Gewicht auf seine Schultern legte. Er wusste: Sein Leben würde nie wieder normal sein.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.