Zu diesem Buch
20
Kapitel
44
Minuten
11k+
Wörter
18+
Content
Le Baguette-Bonbon Massaker
Kapitel 1 – Die Supermarkt-Razzia
Es war ein ganz normaler Nachmittag in der kleinen Stadt – also normal für die fünf Jungs: Kevin, Marcel, Rico, Pascal und Jean-Pierre. Sie hatten wie immer kein Geld, aber ein brennendes Verlangen nach Bier, Chips und allem, was ein anständiger Zockerabend so brauchte. Also blieb nur eine Möglichkeit: Einkaufen ohne Bezahlen.
„Okééé, mes amis, zis isse la plan!“ begann Jean-Pierre, der mit seinem sehr kreativen Französisch-Deutsch-Mix immer für Verwirrung sorgte. „Wir nehme la Chips, le Bier und zis komisch Ding mit chocolaté, et alors nous… äh… abhauen! Oui?“
Kevin schaute ihn an, als hätte er gerade eine Vorlesung in Quantenphysik bekommen. „Digga, red mal normal, Alter!“
„Ich rede très normal, you stupid baguette!“ fauchte Jean-Pierre, während er sich schon zwei Dosen Bier in die Jackentasche steckte.
Marcel, der immer die besten Einfälle hatte (aber nie funktionierende), hatte eine geniale Idee. „Leute, wir tun so, als wären wir Reich!“
„Hä? Und dann?“ fragte Pascal, der mittlerweile drei Packungen Tiefkühlpizza in seine Hose gestopft hatte.
„Na, wir laufen einfach mit vollem Einkaufswagen raus, ganz entspannt! Die Leute denken dann, wir haben Geld.“
„Bro, wir tragen Jogginghosen mit Senfflecken. Niemand denkt, dass wir Geld haben!“ stellte Rico fest und warf sich einen Schokoriegel in den Mund, den er gerade aus der Packung genommen hatte.
Der Plan wurde trotzdem durchgezogen. Jean-Pierre, der sich mittlerweile in einer Diskussion mit einer alten Dame verfangen hatte („Non, Madame, zis is not votre Chariot, zis is mine!“), lief völlig verwirrt in die falsche Richtung. Marcel und Rico hatten den Einkaufswagen randvoll gemacht und steuerten mit übertriebener Gelassenheit auf den Ausgang zu.
„Hé Marcel, was isse los?“ fragte Jean-Pierre, als die Kassiererin ihnen plötzlich misstrauisch hinterherschaute.
„Scheiße, Scheiße, Scheiße! Die ruft den Security-Typen!“ keuchte Marcel und sprintete los.
Jetzt ging alles schief. Pascal, der sich schon mental auf eine Tiefkühlpizza eingestellt hatte, verlor eine Packung aus der Hose. Jean-Pierre stolperte über einen Eimer mit Mopp-Wasser und flog spektakulär durch die Luft. Währenddessen schrie Kevin: „Los, renn, Alter!“
Die Security näherte sich – doch genau in diesem Moment rannte Jean-Pierre direkt in sie hinein. Sein Gesicht landete mitten auf dem Bauch des massigen Sicherheitsmannes.
„Mon dieu! Why du sooo dick bist, du POMMESBAGUETTE?!“ schrie Jean-Pierre und klammerte sich an ihm fest. „Lass mich gehn, du grosser CHIEN!“
„Ich schwöre, wir sind unschuldig, Digga!“ versuchte Kevin zu retten, was nicht mehr zu retten war.
Doch es war zu spät. Ein paar Minuten später saßen sie alle im Büro des Supermarkts, völlig durchgeschwitzt, während die Polizei gerufen wurde.
Jean-Pierre sah sich um und sagte mit gespielter Verwunderung:
„Warum bin ici? Ich bin seulement gucken… LE GUCKER!!“
Kevin seufzte: „Junge, du hast drei Baguettes in deiner Hose, sag einfach nix mehr!“
Hinweis
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