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Self-Wish Cameo

Glanz und Schatten + Cameo Code 🗝️

Glanz und Schatten + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €6,99 EUR
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Inkl. Steuern.

Glanz und Schatten ist ein fesselnder Jugendroman über die unsichtbare Grenze zwischen Arm und Reich an einer elitären Schule.
Im Zentrum steht Mia – ein scharfsinniges Mädchen mit wenig Geld, aber viel Rückgrat. Als sie gegen das ungerechte System rebelliert, entfacht sie ungewollt eine Bewegung: Echo. Doch je größer ihr Einfluss wird, desto stärker wird auch der Widerstand.
Zwischen Machtspielen, Ausgrenzung und echter Freundschaft kämpft Mia darum, gehört zu werden – ohne sich selbst zu verlieren.

Eine Geschichte über Mut, Veränderung und die Frage, wie viel Wahrheit eine Schule aushält.

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Zu diesem Buch

Kapitel
20
Kapitel
Zeit
66
Minuten
Wörter
16k+
Wörter
FSK
12+
Content
GLANZ UND SCHATTEN Kapitel 1 – Willkommen in Eden High Die Tore der Eden High öffneten sich pünktlich um sieben Uhr dreißig, wie ein mechanisches Versprechen auf eine bessere Zukunft. Für manche war es das – für andere nur eine weitere Erinnerung daran, wie weit sie entfernt waren von dieser glänzenden Illusion. Mia stand vor dem schmiedeeisernen Eingangstor, ihre Finger verkrampft um die abgenutzten Träger ihres Rucksacks. Der Stoff war schon an zwei Stellen ausgefranst, die Reißverschlüsse quietschten. Inmitten der glänzenden Ledertaschen und Designer-Trolleys wirkte sie wie ein Schatten, der sich aus Versehen ins Licht verirrt hatte. Eden High war ein Ort für die Elite. Die Schule lag wie eine Festung am Hang über der Stadt, mit weißem Marmor, Glasfassaden und einem Sportplatz, der größer war als jeder Park in Mias Viertel. Sie hatte ein Stipendium bekommen – eins von nur drei im ganzen Jahrgang. Ihre Mutter hatte fast geweint vor Stolz, als sie den Brief geöffnet hatte. Mia selbst hatte damals geschwiegen. Nicht aus Freude. Aus Angst. Sie betrat das Schulgelände mit zögernden Schritten. Um sie herum lachte, posierte und diskutierte eine Welt, zu der sie nicht gehörte. Eine Welt aus goldenen Uhren, künstlichen Fingernägeln und Sonnenbrillen, obwohl die Sonne kaum hinter den Wolken hervorsah. Leander stand mitten auf dem Hauptplatz, wie ein Regisseur in seinem eigenen Film. Er trug ein Hemd, das sicher mehr gekostet hatte als Mias gesamter Jahresbedarf an Kleidung, und grinste mit der Selbstverständlichkeit eines Menschen, der nie gelernt hatte, sich rechtfertigen zu müssen. „Und das ist Eden High. Viel Spaß im Käfig, Kaninchen“, murmelte Mia vor sich hin und versuchte, ihm aus dem Weg zu gehen. Doch Leander bemerkte sie. Natürlich bemerkte er sie. Wie ein Raubtier, das instinktiv Schwäche roch. Sein Blick glitt kurz über ihre abgewetzten Turnschuhe, das second-hand Jeanshemd, das schlichte Haar. Seine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, das mehr Spott als Begrüßung war. „Neu hier?“, fragte er laut genug, dass die halbe Gruppe um ihn herum zuhörte. Mia nickte, ohne ihn anzusehen. Doch das reichte ihm nicht. „Hoffentlich hast du deinen Butler nicht vergessen. Ohne ihn kommt man in der Cafeteria nicht weit“, fügte er an. Die anderen lachten. Sie hätte etwas sagen sollen. Etwas Schlagfertiges. Etwas Kluges. Doch stattdessen biss sie sich auf die Innenseite der Wange, nickte erneut und ging weiter, den Blick auf den Boden gerichtet. In Raum B104 war ihre erste Stunde: Sozialkunde. Ironischer hätte das Thema nicht sein können. Die Tische glänzten, die Bildschirme waren eingebaut, die Stühle ergonomisch und elektrisch höhenverstellbar. Mia setzte sich ganz nach hinten, hoffend, unsichtbar zu bleiben. Zwei Minuten später betrat eine andere Schülerin den Raum, schlenderte wie auf einem Laufsteg zur Mitte, ließ ihre Designerhandtasche demonstrativ auf den Tisch fallen und fixierte Mia mit einem Gesichtsausdruck, der zwischen Langeweile und Skepsis pendelte. „Du bist nicht aus Eden Hills, oder?“, fragte das Mädchen, ohne zu blinzeln. „Offensichtlich nicht“, antwortete Mia, diesmal mit fester Stimme. „Ich heiße Celina. Und du?“ Die Frage klang wie ein Test. „Mia.“ Celina zog die Augenbrauen hoch, als hätte sie diesen Namen noch nie gehört – oder als wäre er unter ihrer Würde. „Okay. Mia. Willkommen bei den Glänzenden. Oder auch nicht.“ Dann drehte sie sich wieder um und checkte ihr Handy. Mia starrte einen Moment auf die feinen goldenen Buchstaben auf Celinas Nagelspitzen. CL. Persönlich graviert. Natürlich. Die Stunde begann, der Lehrer war jung und betont lässig, mit Sneakers zur Anzughose. Er sprach über soziale Ungleichheit, als würde er sich über den Raum lustig machen, in dem er stand. Mia hörte zu. Nicht, weil sie wollte. Sondern weil sie musste. Jeder Satz war wie ein Spiegel. Die Reichen kicherten, als würden sie eine Sitcom sehen. Für Mia war es eine Dokumentation. Nach der Stunde wollte sie verschwinden. Doch an der Tür wartete jemand auf sie. „Hey. Du bist Mia, oder?“ Die Stimme gehörte Zoe. Sie war kleiner als Mia, mit kurzen Haaren und schwarzem Kajal. Ihr Rucksack war mit Aufnähern übersät: Proteste, Bandlogos, ein gebrochener Mittelfinger. Sie wirkte wie jemand, der nie irgendwo dazugehört hatte – und das längst akzeptiert hatte. „Was willst du?“, fragte Mia, abwehrend. „Entspann dich. Ich bin nur neugierig. Stipendium, richtig? Du hast 'nen geraden Gang, das fällt auf. Die meisten von denen da oben schwanken, weil ihre goldenen Ketten so schwer sind.“ Mia grinste. Zum ersten Mal an diesem Tag. „Ich bin Zoe. Willst du wissen, wer hier was zu sagen hat?“ „Gib mir fünf Minuten. Und einen Plan.“ „Deal.“ In der Cafeteria setzte sich Mia mit Zoe in eine Ecke. Von hier aus hatte man alles im Blick: Leanders Tisch – in der Mitte wie ein Thron –, Celinas Position direkt gegenüber, flankiert von Influencer-Freundinnen. Theo, der Sportler, saß etwas abseits, umgeben von Bewunderern. „Leander ist das Alphatier. Daddy zahlt alles. Die Schule, das neue Schwimmbecken, die Cafeteria. Der denkt, er besitzt uns alle.“ „Tut er das nicht?“, fragte Mia. „Noch nicht. Aber warte ab.“ „Und Celina?“ „Unterschätz sie nicht. Sie ist hübsch, schlau, skrupellos – und auf Social Media eine Göttin. Aber innerlich leer wie eine Pralinenschachtel nach Weihnachten.“ Mia lehnte sich zurück. Alles war so offensichtlich. Und gleichzeitig so gefährlich. „Und du?“, fragte sie schließlich. „Wo stehst du in dem Ganzen?“ Zoe lachte. „Ich bin der Riss im Marmorboden. Unbemerkt, aber irgendwann lässt er alles einstürzen.“ Ein Tablett klatschte neben ihnen auf den Tisch. Elias setzte sich dazu. Er war groß, hatte zerzauste Haare und trug ein T-Shirt mit Farbflecken. Seine Hände waren von Farbe und Kreide bedeckt. „Wer ist das?“, fragte Mia flüsternd. „Elias. Künstler. Kellner. Einzelgänger. Einer von uns“, antwortete Zoe. „Du bist neu“, sagte Elias mit ruhiger Stimme. „Das scheint heute mein Hauptcharakterzug zu sein.“ „Keine Sorge. Morgen bist du einfach nur 'die Arme'.“ Alle drei schwiegen einen Moment. Dann begannen sie zu lachen. Es war kein fröhliches Lachen. Aber es war ehrlich. Ein leises Summen vibrierte durch die Cafeteria. Alle Köpfe drehten sich. Auf dem Bildschirm über dem Buffet erschien Leander, live im Schulradio, wie ein Nachrichtensprecher in Prada. „Willkommen, neue Schüler. Passt euch an oder passt euch ab.“ Ein Raunen ging durch den Raum. Mia spürte Zoes Blick. „Willkommen in Eden High“, sagte sie. „Das Spiel beginnt.“
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.