Zu Produktinformationen springen
1 von 1

Self-Wish Cameo

Equinox – Der Mann im Zwischenraum + Cameo Code 🗝️

Equinox – Der Mann im Zwischenraum + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €6,99 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €6,99 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern.

„Equinox – Der Mann im Zwischenraum“ ist ein fesselnder moderner Thriller über Macht, Moral und die dunklen Zwischenräume globaler Systeme.
Im Zentrum steht ein Mann, der sich aus der Welt der Schatten löst und beginnt, die Fäden hinter Korruption, Manipulation und Kontrollstrukturen sichtbar zu machen. Zwischen Datenleaks, Undercover-Operationen und philosophischen Entscheidungen entfaltet sich ein stiller Krieg – nicht mit Kugeln, sondern mit Wahrheit.

Ein intensiver, hochaktueller Roman über Einfluss, Verantwortung und die Frage, wie viel ein einzelner Mensch verändern kann, wenn er den Mut hat, hinzusehen.

Vollständige Details anzeigen

Zu diesem Buch

Kapitel
22
Kapitel
Zeit
68
Minuten
Wörter
17k+
Wörter
FSK
18+
Content
Equinox- Der Mann im Zwischenraum Kapitel 1 Der Regen peitschte gegen die Windschutzscheibe, als David Lorenz sein Auto langsam vor dem unscheinbaren Gebäude zum Stehen brachte. Es war spät, fast Mitternacht, und die Straßen von San Pedro waren leergefegt. Nur das orange Licht der flackernden Straßenlaternen spiegelte sich auf dem nassen Asphalt wider. David schaltete den Motor ab und atmete tief durch. Der Moment, auf den er seit Wochen vorbereitet worden war, war gekommen. Im Rückspiegel betrachtete er sich selbst. Kurze, dunkle Haare, ein ernster Blick, der mehr gesehen hatte, als er sich manchmal eingestehen wollte. Ex-Spezialeinheit, Afghanistan, Syrien, Libyen – sein Lebenslauf las sich wie ein düsterer Reisebericht durch die Schattenseiten der Welt. Nach seiner Rückkehr war er ziellos durch die Sicherheitsbranche getrieben, bis der Anruf kam. „Sie haben das Profil, das wir brauchen“, hatte die Stimme am Telefon gesagt. „Ein Mann, der keine Angst kennt und verschwinden kann“. Er hatte gelacht, damals. Angst kannte er sehr wohl. Nur ließ er sie sich nicht anmerken. Ein leises Klopfen an der Seitenscheibe ließ ihn zusammenzucken. Ein Mann mit Baseballkappe, tief ins Gesicht gezogen, beugte sich zu ihm. David ließ das Fenster einen Spalt herunter. „Lorenz?“ David nickte. „Park hinten. Keller“. Der Mann verschwand so lautlos, wie er aufgetaucht war. David startete den Motor erneut und fuhr langsam in die schmale Gasse hinter dem Gebäude. Eine rostige Metalltür öffnete sich, kaum sichtbar im Schatten der Backsteinwand. Im Inneren war es still. Kein Schild, kein Empfang – nur nackte Wände und ein Treppenabgang, der in den Keller führte. Unten erwartete ihn ein karger Raum mit einem Tisch, zwei Stühlen und einer kahlen Glühbirne, die von der Decke baumelte. Ein zweiter Mann saß bereits da. Militärschnitt, Anzug, stechende Augen. „Setzen Sie sich, Lorenz“. David gehorchte. „Sie wissen, warum Sie hier sind“. „Undercover. Kolumbianisches Kartell. Ich soll mich einschleusen“. „Richtig. Aber nicht irgendein Kartell. La Sombra. Sie kontrollieren mehr als 60 Prozent des Kokainhandels an der Westküste. Und sie sind brutal, vorsichtig und gut vernetzt“. Der Mann schob ihm ein Dossier zu. „Ihre neue Identität: Rafael Torres. Halbspanier, Halbdeutscher. Kleinkrimineller mit Verbindungen nach Mexiko. Ihre Geschichte ist wasserdicht. Wir haben sogar einen Haftbefehl auf Ihren Namen ausstellen lassen. Alles echt“. David blätterte durch die Seiten. Dokumente, Fotos, Fingerabdrücke – alles perfekt gefälscht. „Wie nah soll ich ran?“ „So nah wie möglich. Zielperson ist Gabriel Mendez. Zweiter Mann in der Hierarchie, aber er ist der Kopf hinter dem Export. Finden Sie seine Schwachstelle. Und dann… bringen Sie ihn zu Fall“. David nickte. Es war ein klarer Auftrag. Doch in seinem Magen zog sich etwas zusammen. Er wusste, was es bedeutete, so tief in eine andere Identität einzutauchen. Und was es mit einem Menschen machen konnte. „Was ist, wenn ich auffliege?“ „Dann sind Sie tot“. Der Mann sagte es ruhig. Ohne Zögern. David schwieg. Keine falschen Illusionen. Keine Versprechen. Er war allein. Und das war ihm nicht neu. Am nächsten Morgen verließ David San Pedro. Seinen echten Pass ließ er in einer Metallbox im Boden seines Autos zurück. Rafael Torres trat ins Leben – mit Sonnenbrille, Akzent und einer knallharten Geschichte. Der Einstieg erfolgte über einen Kontakt in Tijuana. Der Typ hieß „El Rata“ – ein ehemaliger Drogenschmuggler, der sich jetzt als Mittelsmann verdingte. „Ich hab gehört, du bist gut mit dem Messer“, sagte El Rata, während er David durch einen heruntergekommenen Hinterhof führte. „Ich bin besser mit dem Kopf“, antwortete David trocken. El Rata lachte. „Dann pass auf, dass dir keiner den Kopf wegpustet“. Die ersten Tage waren eine Prüfung. David wurde getestet, provoziert, beobachtet. Kleine Aufträge, Kurierfahrten, unangenehme Fragen. Er hielt sich an den Plan, spielte seine Rolle. Doch je tiefer er vordrang, desto mehr spürte er: Die Grenze zwischen ihm und Rafael begann zu verschwimmen. Er lernte Mendez zum ersten Mal auf einer Bootsparty kennen. Der Mann war höflich, charmant – das Gegenteil eines typischen Kartellbosses. „Rafael, nicht wahr? El Rata spricht gut über dich“. David nickte. „Ich hoffe, er übertreibt nicht“, sagte Mendez und reichte ihm ein Glas Tequila. „Ich bin gekommen, um zu bleiben“, antwortete David. Es war ein gefährlicher Satz. Doch er musste ihn sagen. Denn von diesem Moment an… gab es kein Zurück mehr.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.