Zu Produktinformationen springen
1 von 1

Self-Wish Cameo

Echo ohne Klang + Cameo Code 🗝️

Echo ohne Klang + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €8,99 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €8,99 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern.

Als geheimnisvolle Risse am Himmel erscheinen und Menschen beginnen, sich an Dinge zu erinnern, die nie geschehen sind, gerät die Welt aus dem Gleichgewicht. Der junge Haruto wird unfreiwillig zum Mittelpunkt dieser Veränderung – verbunden mit einer fremden Kraft, die ihn tiefer in eine Wirklichkeit zieht, die jenseits von Zeit, Raum und Erinnerung existiert.

In einer Welt, in der Träume, Gedanken und Vergangenheit miteinander verschmelzen, beginnt ein stiller Kampf um das, was den Menschen im Innersten ausmacht.

Vollständige Details anzeigen

Zu diesem Buch

Kapitel
25
Kapitel
Zeit
84
Minuten
Wörter
21k+
Wörter
FSK
14+
Content
Echo ohne Klang Kapitel 1: Der Riss im Morgenlicht In den frühen Stunden eines regnerischen Frühlingstages erwachte Tokio wie gewöhnlich zum Leben. Pendler drängten sich in die Züge, Schulmädchen in Uniformen unterhielten sich über ihre Lieblingsidole und in den engen Gassen öffneten kleine Ramenläden ihre Läden. Nichts deutete darauf hin, dass heute etwas passieren würde, das die Welt für immer verändern sollte. Im Bezirk Setagaya, nicht weit vom Fluss Tama entfernt, saß der 17-jährige Haruto Kinoshita mit einem dampfenden Teebecher am Fenster seines Zimmers. Die Regentropfen prasselten gleichmäßig gegen die Scheibe, während er gedankenverloren auf sein Handy starrte. Die Schule war wegen eines Stromausfalls im Viertel abgesagt worden – ein seltener, fast willkommener Zwischenfall. Doch irgendetwas fühlte sich anders an. Haruto konnte es nicht benennen, aber in der Luft lag eine seltsame Spannung. Er zuckte zusammen, als plötzlich ein seltsames Vibrieren durch den Boden seines Zimmers lief. Es war nicht das Beben eines Erdbebens, sondern etwas anderes – rhythmisch, fast organisch. Er sprang auf, zog die Vorhänge zurück und blickte in den Garten. Dort, wo noch am Vorabend der Kirschbaum in voller Blüte gestanden hatte, war nun ein leuchtender Riss im Raum selbst sichtbar. Er flackerte wie ein lebender Blitz, ein senkrechter Schnitt im Gewebe der Realität. Und aus ihm kroch… etwas. Es war nicht groß, vielleicht einen halben Meter hoch. Ein Wesen, das aussah wie eine Mischung aus Rehkitz, Katze und fliegender Qualle. Seine Augen leuchteten in einem tiefen Azur, und sein Körper schien aus halbtransparenter Materie zu bestehen, als wäre es aus Glas geblasen. Haruto starrte es fassungslos an. Das Wesen blinzelte langsam, dann drehte es sich und verschwand wieder im Riss. Doch bevor Haruto richtig reagieren konnte, geschah etwas Unerwartetes. Der Riss begann zu pulsieren, sich auszudehnen – und dann öffnete sich das Tor vollständig. Ein gleißendes Licht strömte hervor, begleitet von einem Windstoß, der alles im Raum umwarf. Bücher fielen aus den Regalen, sein Teebecher zerbrach auf dem Boden. Dann trat die zweite Kreatur hervor. Sie war riesig, schlangenartig, mit lederartigen Flügeln und einer Mähne aus lebendigem Nebel. Ihre Präsenz war überwältigend, ihr Blick ruhte auf Haruto, als würde sie ihn durch und durch durchleuchten. Er stolperte rückwärts, fiel fast über seinen Stuhl, doch bevor Panik ihn übermannen konnte, geschah etwas Merkwürdiges: Die Kreatur sprach. Nicht mit Worten, sondern mit Gedanken, die direkt in seinen Kopf flossen. „Dies ist nicht der Ort, den wir gesucht haben. Doch es ist zu spät. Der Riss ist geöffnet.“ Haruto rang nach Luft. „Was... was seid ihr? Was wollt ihr hier?“ Die Gedanken antworteten nicht sofort. Stattdessen zog sich das Wesen zurück, und der Riss begann sich zu schließen – aber nicht vollständig. Ein schmaler Spalt blieb offen, kaum sichtbar, doch er summte leise, wie eine Melodie, die nur Kinder oder Tiere hören konnten. Haruto rannte nach draußen, barfuß, durch den nassen Garten. Das kleine Wesen von vorhin war wieder da, diesmal versteckt zwischen den Azaleen. Es zitterte leicht, als hätte es Angst. Und als Haruto sich langsam näherte, spürte er nicht Furcht, sondern ein seltsames Band der Vertrautheit. Das Wesen machte keinen Versuch zu fliehen. Stattdessen legte es den Kopf schief – wie eine Katze, die etwas Seltsames beobachtet. „Du bist nicht feindlich“, flüsterte Haruto. Er konnte selbst kaum glauben, dass er mit einem fremdartigen Wesen sprach, als wäre es ein Haustier. In den nächsten Stunden geschahen in ganz Japan ähnliche Ereignisse. Berichte tauchten in sozialen Medien auf: merkwürdige Lichtblitze in Parks, schwebende Schatten in Einkaufszentren, Tiere mit leuchtenden Augen, die plötzlich verschwanden. Behörden gaben vorerst keine Erklärung ab. Einige behaupteten, es handle sich um Massenhalluzinationen. Andere sprachen von Hackerangriffen mit Hologrammprojektionen. Doch Haruto wusste es besser. Er hatte es gesehen – gespürt. Es war real. Noch am selben Abend saß er wieder am Fenster. Das kleine Wesen hatte sich in einem Pappkarton zusammengerollt, den Haruto in seinem Zimmer aufgestellt hatte. Es hatte keine Stimme, doch seine Augen sprachen Bände. Es war müde, verletzt vielleicht, und verloren. „Was auch immer du bist...“, sagte Haruto leise, „du bist nicht allein.“ Und tief in ihm wuchs ein Gedanke, der wie ein Samen Wurzeln schlug: Wenn Wesen aus einer anderen Welt in unsere gelangen, dann war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Welt selbst sich verändern würde.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.