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Self-Wish Cameo

Die Wesplinge und die verschwundene Königin + Cameo Code 🗝️

Die Wesplinge und die verschwundene Königin + Cameo Code 🗝️

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Fünf Kinder – Mael, Lioris, Jari, Inari und Timo – entdecken am Waldrand ein geheimnisvolles Nest, in dem winzige, sprechende Wesen mit gläsernen Flügeln leben: die Wesplinge. Als ihre Königin spurlos verschwindet, droht das kleine Volk in Chaos zu stürzen. Gemeinsam mit dem mutigen Wespling Pejo begeben sich die Kinder auf eine fantastische Reise durch Wälder, Wiesen und verborgene Welten voller Rätsel, Magie und kleiner Maschinen.

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Zu diesem Buch

Kapitel
25
Kapitel
Zeit
94
Minuten
Wörter
23k+
Wörter
FSK
↓8
Content
Kapitel 1 – Der alte Schuppen Es war ein warmer Nachmittag im späten Frühling, als die fünf Freunde Mael, Lioris, Jari, Inari und Timo zum ersten Mal das leise Summen hörten. Die Sonne stand schräg über dem kleinen Dorf am Waldrand, und der Duft von blühendem Flieder lag in der Luft. Ein leichter Wind spielte mit den Haaren der Kinder, während sie zwischen Hecken und Büschen Fangen spielten. Jari war gerade dabei, sich hinter einem alten Apfelbaum zu verstecken, als er etwas Seltsames entdeckte. „Hey! Da hinten ist doch was!“, rief er und deutete mit ausgestrecktem Finger auf ein halb überwuchertes Dach hinter dem hohen Gras. Die anderen blieben stehen. Lioris, der immer neugierig war, schob ein paar Zweige beiseite und trat vor. „Das sieht aus wie ein Schuppen.“ „Oder ein Hexenhaus“, flüsterte Inari und trat einen Schritt zurück. Ihre langen braunen Zöpfe wippten dabei nervös auf und ab. Mael, der älteste von ihnen, zog seine Stirn in Falten. „Das Ding sieht alt aus. Vielleicht war das mal der Geräteschuppen vom alten Herrn Thaler.“ „Der ist vor drei Jahren weggezogen“, sagte Timo und trat an Maels Seite. „Da ist seit Ewigkeiten niemand mehr rein.“ „Dann ist es perfekt zum Verstecken!“, rief Jari begeistert und rannte los, ohne zu warten. Die anderen zögerten kurz, dann folgten sie ihm durch das kniehohe Gras, das unter ihren Füßen rauschte wie leises Flüstern. Der Schuppen war aus dunklem Holz gebaut, mit grünen, verwitterten Fensterläden, die schief in den Angeln hingen. Efeu wuchs an den Wänden empor, und ein dicker Ast stützte sich fast wie ein Arm auf das Dach. Die Tür stand einen Spalt offen, als hätte jemand sie vor langer Zeit einfach hinter sich gelassen. „Sieht ein bisschen gruselig aus“, murmelte Inari, doch ihre Augen funkelten vor Aufregung. Mael legte die Hand an die Tür und schob sie langsam auf. Ein leises Quietschen hallte durch die Stille. Drinnen war es kühl und staubig, und die Sonnenstrahlen fielen in dünnen Streifen durch die Ritzen der Holzwände. Alte Werkzeuge, verrostete Gartenscheren und eine Schubkarre standen an der Seite, überzogen von Spinnweben. Es roch nach Erde, altem Holz und… etwas anderem. Etwas Süßlichem. Fast wie Honig. „Hört ihr das?“, fragte Lioris plötzlich und hielt die Luft an. Alle lauschten. Ein leises Summen vibrierte in der Luft. Kein lautes, aufdringliches Brummen wie bei einer dicken Hummel – sondern ein sanftes, fast singendes Geräusch, das aus einer dunklen Ecke des Schuppens zu kommen schien. „Da hinten…“, flüsterte Jari. Sie tasteten sich vorsichtig voran, bis sie an einer alten Werkbank standen. Darüber hing eine zerknitterte Decke, an der bunte Fäden herunterhingen – vielleicht war sie früher einmal Teil eines Vorhangs gewesen. Hinter der Decke blitzte etwas auf. Ein schwaches, goldenes Leuchten. „Ich seh was!“, rief Timo. „Da ist irgendwas Helles.“ Mael hob die Decke vorsichtig an. Die Kinder starrten. In einer Nische hinter der Werkbank hing ein Nest – aber kein gewöhnliches Wespennest. Es war rund, fast kugelförmig, mit schillernden Schichten wie bei einem Regenbogen. Es sah aus, als wäre es aus Seifenblasen gebaut, doch es schimmerte fest und lebendig. Winzige Rädchen drehten sich an der Außenseite, und bunte Fäden hingen herab wie Lianen. Und dann – bewegte sich etwas. Ein kleines Wesen mit durchsichtigen Flügeln, die in Blau und Grün glänzten, flog zitternd aus dem Nest. Es war nicht größer als ein halber Finger, trug eine winzige Brille und hatte einen Gürtel mit Werkzeugen um die Taille. Das Wesen schwebte kurz vor Maels Nase und starrte ihn mit großen, bernsteinfarbenen Augen an. Alle Kinder hielten den Atem an. „Oh. Ihr… ihr könnt mich sehen“, sagte das Wesen. Seine Stimme war hell und zart, wie das Klingen eines Windspiels. „Das ist… das ist gut.“ Timo ließ fast sein Taschenmesser fallen. „D-Das Ding… das Ding hat gerade gesprochen!“ „Ich bin kein Ding“, sagte das Wesen empört. „Ich bin Pejo. Ein Wespling der dritten Blütengeneration!“ Jari warf einen verstohlenen Blick zu den anderen. „Wespling?“ „Was ist das?“, fragte Inari leise. Pejo flog ein wenig höher und setzte sich auf ein Stück Holz. Er schien sehr aufgeregt zu sein, seine Flügel zitterten. „Ein Wespling. Also… wir sind kleine, freundliche Mini-Wespen. Keine Angst, wir stechen nicht. Das ist uns zu grob. Wir bauen lieber. Sachen. Maschinen. Flitzpfeifen. Sprungdinger. Und Honiggleiter. Versteht ihr?“ Die Kinder schüttelten den Kopf, aber ihre Augen glänzten vor Neugier. „Und was machst du hier?“, fragte Mael vorsichtig. Pejo seufzte und sah traurig auf den Boden. „Unsere Königin ist verschwunden. Einfach so. Eines Morgens war sie nicht mehr da. Ohne sie… na ja… wir Wesplinge kommen nicht gut zurecht. Wir brauchen sie. Und seit sie weg ist, bauen die anderen einfach wild drauflos, alles dreht sich, explodiert oder fährt durchs Dorf. Es ist ein einziges Chaos. Ich dachte… vielleicht könnt ihr helfen.“ Einen Moment lang war es ganz still im alten Schuppen. Dann sagte Lioris: „Du willst, dass wir… eine Wespenkönigin suchen?“ „Wespling-Königin“, verbesserte Pejo sanft. „Und ja. Ihr habt doch gerade nichts Wichtiges vor, oder?“ Die Kinder sahen sich an. Sie hatten schon viele Abenteuer gespielt. Aber noch nie eines mit echten, sprechenden Mini-Wespen. Noch nie eines, das in einem alten Schuppen begann und vielleicht durch den ganzen Wald führte. „Ich bin dabei“, sagte Mael. „Ich auch“, rief Jari. „Ich hab ein gutes Gefühl“, flüsterte Inari. Timo grinste. „Wenn’s fliegende Maschinen gibt – sowas will ich sehen!“ Lioris nickte. „Und ich zeichne eine Karte. Jede Suche braucht eine Karte.“ Pejos Flügel vibrierten fröhlich. „Oh, das ist wunderbar! Ich wusste es! Ihr seid die Richtigen!“ Er flatterte in kleinen Kreisen durch die Luft, und winzige bunte Funken stoben hinter ihm her. „Morgen treffen wir uns hier wieder“, sagte Mael entschlossen. „Und dann beginnt unser Abenteuer.“ Draußen begann die Sonne hinter den Bäumen zu sinken. Das Summen verstummte langsam, und der Schuppen wurde still. Aber tief drinnen, im Nest aus Regenbogenschichten, begannen erste Maschinen sacht zu leuchten. Und etwas regte sich in den Tiefen der Wespling-Welt. Ein Abenteuer war geboren.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.