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Self-Wish Cameo

Die Mauer hinter der Wahrheit + Cameo Code 🗝️

Die Mauer hinter der Wahrheit + Cameo Code 🗝️

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Inkl. Steuern.

Ethan Kade erwacht in einer Welt, die ihn definiert, ohne ihn zu kennen. Während er versucht, sich selbst wiederzufinden, stößt er auf ein System, das mächtiger ist als jede Regierung – und gefährlicher als jede Wahrheit. Was beginnt wie eine Flucht, wird zu einem Wettlauf gegen eine unsichtbare Macht, die keinen Fehler verzeiht. Doch manche Erinnerungen lassen sich nicht löschen.

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Zu diesem Buch

Kapitel
25
Kapitel
Zeit
76
Minuten
Wörter
19k+
Wörter
FSK
16+
Content
Die Mauer hinter der Wahrheit Kapitel 1 – Blackout Ein durchdringendes Summen. Kalt. Metall unter der Haut. Ethan Kade öffnete die Augen, als hätte ihn ein Stromschlag geweckt. Die Neonröhre über ihm flackerte. Alles war grell, zu grell. Die Wände ringsum waren aus Beton, schmutzigweiß gestrichen, eine feine Linie bröckelnder Farbe zog sich durch die Mitte. Es roch nach Desinfektionsmittel, Schweiß und altem Blut. Er hob die Hand, langsam, vorsichtig, als müsste er sich selbst erst neu spüren. Seine Finger zitterten. Seine Hand war bandagiert. Als er sie befühlte, spürte er eine Narbe darunter, frisch vernäht. Keine Erinnerung, wie sie dorthin kam. „Was zur Hölle …?“ Die Stimme klang fremd in seinen Ohren. Rau, trocken, brüchig. Er setzte sich auf. Das Bett unter ihm bestand aus einer Metallplatte, kaum gepolstert. Die Matratze war kaum mehr als eine graue Schaumstoffdecke. Um ihn herum – Gitterstäbe. Eine Zelle. Drei mal zwei Meter. Keine Fenster. Nur eine stählerne Tür mit einem kleinen Schlitz auf Augenhöhe. Auf dem Boden ein verankerter Eimer – seine Toilette. Panik kam schleichend. Erst ein Flattern in der Brust, dann ein Stoß Adrenalin, der ihm den Nacken hinaufkroch. Was ist passiert? Er versuchte sich zu erinnern. Aber da war nichts. Kein letzter Abend. Kein Streit. Kein Moment, in dem etwas schiefgelaufen sein könnte. Nur ein Vakuum in seinem Kopf. Und dann – diese Zelle. Ein lautes Dröhnen ließ ihn zusammenzucken. Eine Tür, irgendwo draußen, wurde entriegelt. Schritte. Schwer, klirrend, gleichmäßig. Der Rhythmus von Stiefeln auf Beton. Eine ganze Formation. Er stand auf, wankte kurz, fing sich, trat an die Gitter. Vier Männer in schwarzer Uniform traten vor seine Zelle. Einer hielt einen Taser, ein anderer ein Klemmbrett. Der dritte, ein bulliger Typ mit Narben am Hals, hatte die Schlüssel. Der vierte war anders. Glatt rasiert, drahtig, eiskalter Blick. Keine Uniform. Anzug. Krawatte. „Mr. Kade“, sagte der Anzugträger. Seine Stimme war ruhig, fast freundlich. „Willkommen zurück.“ „Zurück?“, krächzte Ethan. „Wo bin ich?“ „Clarke Supermax Facility, Bundesstaat Illinois. Sie sind seit vierzehn Tagen hier.“ Ethan blinzelte. „Das kann nicht sein.“ „Aber es ist so.“ Der Mann trat näher. Er zog einen Ausweis aus der Jacke und hielt ihn an das Gitter. „Agent Marlow. Homeland Security. Sie wurden für den Mord an Senator Harlan Willis verurteilt. Lebenslange Haft. Ohne Bewährung.“ Ethan wich zurück. Der Name traf ihn wie ein Faustschlag. Senator Willis. Der Reformpolitiker, Antikorruptions-Posterboy. Er war tot? „Das ist unmöglich“, flüsterte Ethan. „Ich kenne ihn. Ich… ich hab ihn interviewt!“ „Richtig. Eine Woche vor seinem Tod. Ihre DNA war an der Tatwaffe. Ihre Fingerabdrücke. Sicherheitsaufnahmen zeigen Sie in seiner Wohnung zur Tatzeit.“ Ethan starrte den Mann an. „Das… das wurde gefälscht.“ Marlow lächelte nicht. Aber seine Augen funkelten kurz. „Ich hoffe für Sie, dass Sie sich das gut überlegen, Mr. Kade. Hier drinnen leben die, die wir vergessen wollen. Kein Internet. Kein Besuch. Kein Entkommen. Wenn Sie doch etwas wissen… überlegen Sie sich gut, wann Sie sprechen wollen. Und mit wem.“ Mit einem Nicken deutete er den Wächtern, zu gehen. Die Männer drehten sich um. Marlow warf noch einen letzten Blick über die Schulter. „Manche Wahrheiten sind zu gefährlich für draußen. Denken Sie daran.“ Die Schritte verklangen. Das Dröhnen der verschlossenen Tür hallte noch lange nach. Ethan ließ sich wieder aufs Bett sinken. Er fühlte, wie sein Herz raste. Schweiß sammelte sich in seinem Nacken. Der Name des Senators kreiste in seinem Kopf. Er hatte Willis nicht getötet. Da war er sich sicher. So sicher, wie man sich sein konnte, wenn das eigene Gedächtnis in Fetzen lag. Aber was war dann passiert? Ein Klopfen unterbrach seine Gedanken. Ein leichtes, kaum hörbares Geräusch. Nicht von der Tür. Von hinten. Von der Wand. Klopf. Klopf. Pause. Klopf-Klopf. Er runzelte die Stirn. Dann stand er auf, ging zur Rückwand der Zelle. Der Klang kam von dort. Ein Morsecode? Oder ein Muster? Klopf-Klopf. Wieder Pause. Dann ein Flüstern. „Kade?“ Sein Herz setzte aus. Eine Stimme. Von der anderen Seite der Wand. „Wer ist da?“, flüsterte er zurück. „Ein Freund. Du warst nah dran. Zu nah. Sie haben dich reingedreht.“ „Was meinst du? Wer bist du?“ „Keine Zeit. Hör zu. Sie beobachten alles. Du musst dich erinnern. Baltimore.“ Baltimore. Der Name fuhr ihm in die Knochen. Etwas zuckte in seinem Hinterkopf. Bilder, undeutlich. Ein Straßenschild. Regen. Ein Diktiergerät. „Ich… ich verstehe nicht.“ „Du hattest etwas, Kade. Etwas Großes. Project Echo. Du warst kurz davor. Dann... bist du verschwunden.“ Ethan presste die Stirn gegen die Wand. Project Echo. Der Name war wie ein Déjà-vu. Er kannte ihn. Aber woher? „Was ist Project Echo?“ „Wenn du dich erinnerst… werden sie dich töten. Also tu es nicht zu schnell. Vertrau niemandem. Nicht mal dir selbst.“ Dann war es still. Kein Klopfen. Kein Flüstern. Nur das Summen der Neonröhre und das hämmernde Geräusch seines eigenen Pulsschlags. Ethan ging zurück zum Bett. Aber er konnte sich nicht setzen. Zu viel schwirrte durch seinen Kopf. Ein Plan formte sich langsam. Kein klarer Plan – mehr ein Gefühl. Ein Ziel. Er musste rausfinden, was passiert war. Was man ihm genommen hatte. Und warum. Denn eines wusste er jetzt sicher: Er war nicht verrückt. Aber irgendjemand wollte, dass er es blieb.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.