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Self-Wish Cameo

Die Farbe deines Lichts + Cameo Code 🗝️

Die Farbe deines Lichts + Cameo Code 🗝️

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Inkl. Steuern.

Elias lebt ein zurückgezogenes, stilles Leben, bis er einer Begegnung gegenübersteht, die alles verändert: Amara, eine geheimnisvolle junge Frau – und ein Geist, gefangen zwischen zwei Welten. Zwischen Licht und Dunkelheit entspinnt sich eine tiefe, bedingungslose Liebe, die Raum und Zeit überwindet. Doch wahre Liebe bedeutet manchmal, loszulassen.
Als Elias erkennt, dass er Amara nur retten kann, indem er sie freigibt, beginnt eine emotionale Reise voller Schmerz, Hoffnung und Opferbereitschaft.
Doch selbst im Abschied bleibt ihre Verbindung bestehen – stärker als das Leben selbst.
Eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust und die Kraft, Licht in der tiefsten Dunkelheit zu finden.

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Zu diesem Buch

Kapitel
20
Kapitel
Zeit
64
Minuten
Wörter
16k+
Wörter
FSK
14+
Content
Die Farbe deines Lichts Kapitel 1 – Der Ruf des Verlassenen Hauses Die Sonne stand tief am Himmel, als Elias die staubige Landstraße entlangging. Seine Schritte wirbelten kleine Wolken aus Sand auf, während der warme Wind an seinem Hemd zerrte. In der Ferne zeichnete sich die Silhouette eines alten Anwesens ab – düster, einsam, als würde es seit Jahrzehnten darauf warten, entdeckt zu werden. Elias spürte ein Ziehen in seiner Brust, ein seltsames Gefühl, das ihn näher und näher zog. Er war nicht hierhergekommen, um Häuser zu bewundern. Eigentlich hatte er einfach nur spazieren wollen, den Kopf freibekommen von der Leere seiner kleinen Wohnung, den endlosen Skizzen, die ihm keine Erfüllung mehr brachten. Doch jetzt, da er vor dem verrosteten Tor stand, wusste er, dass dieser Tag anders enden würde als alle anderen zuvor. Die Stille war fast greifbar. Keine Vögel, keine Grillen, nicht einmal das leise Summen der Insekten. Elias legte die Hand auf das Tor. Kalt trotz der Hitze. Es quietschte protestierend, als er es aufstieß und langsam den von Unkraut überwucherten Weg entlangging. Das Haus erhob sich vor ihm, seine Fenster wie blinde Augen, die ihn beobachteten. Die Tür hing schief in den Angeln. Überall lagen zerbrochene Ziegel und abgeblätterte Farbe. Ein Teil von ihm wollte umkehren. Ein vernünftiger Teil, der flüsterte, dass er hier nichts verloren hatte. Doch ein anderer, tieferer Teil – derjenige, der nachts von Dingen träumte, die er nicht verstand – zwang ihn weiterzugehen. Als er die Schwelle übertrat, veränderte sich die Luft. Kälter. Schwerer. Elias blieb stehen, lauschte. Nichts. Nur das eigene Herz, das schneller schlug, als ihm lieb war. Das Haus roch nach Staub und altem Holz, aber darunter lag etwas anderes. Etwas wie Flieder und Moos. Ein Hauch von etwas Lebendigem. Er bewegte sich vorsichtig durch die Eingangshalle. Der Boden knarrte unter seinen Schritten. An den Wänden hingen alte Gemälde, ihre Motive längst verblasst. Eine gewundene Treppe führte in den ersten Stock, doch Elias spürte, dass er noch nicht bereit war, höher zu gehen. Stattdessen durchstreifte er die unteren Räume: ein Salon mit kaputten Möbeln, ein Speisesaal mit einem zerbrochenen Kronleuchter, eine Küche, in der Töpfe wie stumme Zeugen von vergangenen Mahlzeiten herumlagen. Überall war Vergänglichkeit. Und doch – immer wieder hatte Elias das Gefühl, beobachtet zu werden. Nicht feindselig. Eher neugierig. Erwartungsvoll. Er fand sich schließlich in einem kleinen Wintergarten wieder. Die Fenster waren zerbrochen, doch die Ranken der Natur hatten sich ihren Weg hereingebahnt, als wollten sie das Haus umarmen und trösten. Inmitten dieses überwucherten Raums stand ein alter, von Efeu umrankter Flügel. Schwarz, glänzend, trotz der Jahre. Als Elias näher trat, überkam ihn eine Gänsehaut. Seine Finger glitten fast unbewusst über die Tasten. Kein Ton erklang. Natürlich nicht. Aber in seinem Kopf hörte er Musik – leise, melancholisch. Eine Melodie, die ihn traurig und doch seltsam getröstet zurückließ. „Warum bist du hier?“ Die Stimme kam so unerwartet, dass Elias zusammenzuckte und sich hastig umdrehte. Doch da war niemand. Nur das Flattern einer Gardine im Wind, das Schaukeln eines lockeren Fensterrahmens. Er zwang sich zu lachen, auch wenn es in seinem Hals steckenblieb. „Nur ein Haus“, murmelte er. „Nur ein altes, verlassenes Haus.“ Aber tief in seinem Inneren wusste er, dass das eine Lüge war. Auf dem Rückweg durch die Flure bemerkte Elias etwas. Auf einer Kommode in der Eingangshalle lag ein silberner Kamm. Neu. Unpassend neu für diesen verfallenen Ort. Zögernd hob er ihn auf. Der Kamm war kühl in seiner Hand, fast angenehm. Und darauf eingraviert war ein Name: Amara. Elias’ Herz machte einen Sprung. Er flüsterte den Namen, und für einen Moment glaubte er, einen leichten Widerstand in der Luft zu spüren, als würde ihn jemand hören. Als er endlich wieder draußen stand, schien die Sonne untergegangen zu sein. Die Welt lag in blassem Grau, und der Wind hatte an Kraft gewonnen. Elias hielt den Kamm fest umklammert. Er wusste nicht, warum er ihn nicht einfach hatte liegenlassen können. Vielleicht hatte er insgeheim gehofft, dass es einen Grund gab, warum er ihn gefunden hatte. Einen Grund, warum er an diesem Abend genau hierher geführt worden war. Auf dem Heimweg blickte er noch einmal zurück. Das Haus stand da wie zuvor, stumm und unbeweglich. Aber im obersten Fenster glaubte Elias, eine Gestalt zu sehen – eine schlanke Frauengestalt, mit wehenden Haaren und einem Kleid, das im unsichtbaren Wind flatterte. Er blinzelte. Die Gestalt war verschwunden. Und doch fühlte er sich nicht mehr allein. In dieser Nacht schlief Elias unruhig. Immer wieder träumte er von dem Haus, vom Flügel, vom silbernen Kamm. Und von einer Frau mit leuchtenden Augen, die seinen Namen flüsterte. Als er aufwachte, lag der Kamm neben seinem Kopfkissen, obwohl er sicher war, ihn auf den Tisch gelegt zu haben. Etwas hatte begonnen. Etwas, das er nicht verstand. Und tief in seinem Herzen wusste Elias: Er würde zurückkehren. Er musste.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.