Zu Produktinformationen springen
1 von 1

Self-Wish Cameo

DEXTER'S LIE + Cameo Code 🗝️

DEXTER'S LIE + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €8,99 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €8,99 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern.

„Dexter’s Lie“ ist ein psychologischer Thriller, mit einem Hauch Mystery über Wahrheit, Identität und die zerstörerische Kraft von Selbsttäuschung. Im Mittelpunkt steht der Journalist Rafferty Holt, dessen Leben aus den Fugen gerät, als er eine blutbefleckte Notiz in seinem Briefkasten findet. Auf der Suche nach Antworten wird er in ein Netz aus manipulierten Erinnerungen, falschen Freunden und einem Kult namens REMEX gezogen. Je tiefer er gräbt, desto mehr erkennt er: Die größte Lüge trägt seinen eigenen Namen. Und die Zeit läuft – 72 Stunden bis zu einem unausweichlichen Wendepunkt.

Vollständige Details anzeigen

Zu diesem Buch

Kapitel
30
Kapitel
Zeit
90
Minuten
Wörter
22k+
Wörter
FSK
18+
Content
Kapitel 1 – Die Notiz Rafferty Holt bemerkte sie erst, als er den Schlüssel schon halb im Schloss hatte. Der Briefkasten stand offen. Nur ein Spalt, aber weit genug, dass der Wind das vergilbte Papier am unteren Rand flackern ließ. Es war nicht der Werbekram, den er sonst dort fand, keine Hochglanzbroschüre, kein Behördenbrief. Nur ein einzelner, schlecht gefalteter Zettel. Er runzelte die Stirn, zog ihn heraus und sah sich reflexartig um. Nichts. Keine Nachbarn auf dem Gang, keine Schritte im Treppenhaus. Nur der vertraute Geruch des modrigen Teppichbodens und das leise Summen der Neonröhre über ihm. Der Zettel war alt. Dünnes Papier, ausgefranst an den Rändern. Mit schwarzem Kuli beschrieben – hastig, unsauber, in Großbuchstaben. Der Text war halb durchgestrichen, als hätte jemand im letzten Moment gezögert. DU ERINNERST DICH NICHT, ABER DU WARST DORT Rafferty starrte die Worte an, bis die Buchstaben begannen, sich aufzulösen. Der Wind zerrte wieder an dem Papier, als wolle er es ihm aus der Hand reißen. Er klappte den Briefkasten endgültig zu, steckte die Notiz in seine Jackentasche und schloss die Tür auf. Die Wohnung war still. Zu still. Er trat ein, ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen und spürte, wie die vertraute Dunkelheit ihn umhüllte. Es war seine Festung – seine Höhle. Bücherregale bis zur Decke, ein Schreibtisch, auf dem alte Zeitungsartikel, Notizblöcke und leergetrunkene Kaffeetassen ein anarchisches Eigenleben führten. Ein Fenster war offen geblieben. Der Wind hatte das Schlafzimmerposter abgelöst – das eines amerikanischen Kleinstadt-Jahrmarkts, Jahrgang 1989. Eine Kindheitserinnerung, von der er nie genau wusste, ob sie wirklich seine war. Er zog den Zettel wieder aus der Tasche, legte ihn auf den Schreibtisch, setzte sich in seinen knarzenden Drehstuhl und las ihn erneut. DU ERINNERST DICH NICHT, ABER DU WARST DORT. Er lehnte sich zurück, ließ den Satz in seinem Kopf kreisen. War das ein Scherz? Ein Marketing-Gag? Oder hatte jemand tatsächlich... Sein Blick fiel auf das kleine Diktiergerät am Rand des Schreibtischs. Reflex. Berufskrankheit. Er griff danach, klickte auf Aufnahme. „22 Uhr 31. Ankunft zuhause. Zettel im Briefkasten. Kein Umschlag, kein Absender. ‚Du erinnerst dich nicht, aber du warst dort‘ – in Druckbuchstaben, durchgestrichen. Keine Fingerabdrücke sichtbar mit bloßem Auge. Papier alt, vergilbt. Könnte aus den Achtzigern sein. Kein Wasserzeichen. Kein Geruch außer... Staub.“ Er stoppte, legte das Gerät beiseite und rieb sich die Augen. Es war albern. Er war Journalist, kein Ermittler. Und doch... Etwas an dieser Botschaft fühlte sich falsch an. Nicht einfach seltsam – sondern falsch, wie ein Echo aus einer anderen Realität. Er griff zum Handy. Keine neuen Nachrichten. Auch kein verpasster Anruf. Er tippte zögerlich eine Nummer ein – dann stoppte er. Löschte sie. Tierney. Nein. Das war vorbei. Zwei Jahre ohne Kontakt. Zu viel war passiert. Er stand auf, trat ans Fenster. Die Straße war leer. Nur der alte Laternenmast flackerte wieder. Wie immer. Wie in der Nacht, als sie verschwunden war. Er erinnerte sich an das Letzte, was sie zu ihm gesagt hatte: „Du wirst es irgendwann verstehen, Rafe. Vielleicht.“ Er hatte sie nicht verstanden. Nicht damals. Nicht heute. Er sah auf den Zettel auf seinem Tisch. Vielleicht war es gar nicht für ihn gedacht. Vielleicht war es ein Irrtum. Er nahm sein Notizbuch. Datum: 24. Oktober. Wetter: klar, kalt. Fand Zettel. Unbekannter Ursprung. Verdacht auf gezielte Ansprache. Er rieb sich die Schläfen. Die Migräne kündigte sich an wie ein alter Bekannter. Dann vibrierte das Handy. Er zuckte zusammen. Bildschirm: Unbekannt. Er hob ab. Sagte nichts. Eine Pause. Atemgeräusche. Dann legte jemand auf. Er starrte das Display an. Herz pochte. Hände schwitzten. Es war nichts. Es war alles. Er war Journalist. Sein Beruf war es, Geschichten zu sezieren, Lügen zu durchbrechen, Wahrheiten freizulegen. Aber diese Geschichte... begann in ihm selbst. Und vielleicht war das das Beunruhigendste. Er griff zum Zettel. Drehte ihn um. Auf der Rückseite: ein Name, in anderer Handschrift. Calloway.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.