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Self-Wish Cameo

Das schmutzige Geld + Cameo Code 🗝️

Das schmutzige Geld + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €13,99 EUR
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Inkl. Steuern.

Ein ehemaliger Bankräuber auf der Flucht vor seiner Vergangenheit wird zum Schlüssel in einem Experiment, das die Grenzen zwischen Mensch und Maschine auflöst. Als Andy nach Jahren der Ruhe eine rätselhafte Nachricht erhält, beginnt eine Jagd, die ihn nicht nur quer durchs Land, sondern tief in sein eigenes Bewusstsein führt.
Verfolgt von der Polizei, gejagt von seinen ehemaligen Komplizen und gefangen in einem digitalen Netz aus Kontrolle und Schuld, entdeckt er eine Wahrheit, die größer – und gefährlicher – ist als jedes Verbrechen.

Ein düsterer, filmisch erzählter Techno-Psychothriller über Identität, Macht und den Preis der Perfektion.

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Zu diesem Buch

Kapitel
30
Kapitel
Zeit
192
Minuten
Wörter
48k+
Wörter
FSK
16+
Content
Kapitel 1 – Die Nachricht Das Abendessen war eigentlich wie jedes andere, und doch spürte Andy bereits zu Beginn dieser unscheinbaren Szene eine innere Anspannung, die er selbst nicht erklären konnte, als hätte ein unsichtbarer Schatten den Raum betreten, kaum dass er sich an den Tisch gesetzt hatte. Seine Frau Lisa hatte den Tisch mit gewohnter Sorgfalt gedeckt, die dampfenden Schüsseln standen ordentlich nebeneinander, und der Geruch von frisch gebratenem Huhn mischte sich mit den Stimmen der beiden Töchter, die lachten, sich stritten und gleichzeitig redeten, ohne dass irgendjemand wirklich verstand, worum es gerade ging. Es war ein lautes, lebendiges Durcheinander, wie es nur in einer Familie entstehen konnte, die auf den ersten Blick völlig normal wirkte. Doch in Andys Brust schlug das Herz schneller als nötig, als er das Handy in seiner Hosentasche vibrieren fühlte, ein kurzer Impuls, der ihn in Sekundenbruchteilen aus dieser scheinbar friedlichen Welt herausriss. Er zog das Gerät aus der Tasche, warf einen beiläufigen Blick darauf, während er so tat, als würde er nur nach der Uhrzeit sehen, doch die Nachricht, die sich auf dem Display abzeichnete, ließ seine Kehle sofort trocken werden. In klaren, eiskalten Worten stand dort: „Sie haben dich. Lauf. JETZT.“ Kein Name, keine weitere Erklärung, nur diese sechs Worte, die wie eine unsichtbare Pistole an seiner Schläfe wirkten. Sein Atem stockte, und für einen Augenblick hatte er das Gefühl, die Stimmen um ihn herum würden verstummen, als wäre die Welt in diesem Moment auf Pause gedrückt worden. Er zwang sich, das Gesicht unbewegt zu halten, lächelte gequält, während seine jüngere Tochter ihn mit einer Frage über ihre Hausaufgaben löcherte. Er antwortete mechanisch, hörte sich selbst reden, ohne wirklich zu wissen, was er sagte, und alles, was in seinem Kopf widerhallte, war der Satz auf dem Display. Er wusste, dass es irgendwann so kommen würde, doch er hatte sich eingeredet, dass die Vergangenheit tief genug vergraben war, dass niemand mehr Interesse daran hatte, einen Mann wie ihn zu suchen. Sieben Jahre hatte er gebraucht, um das Bild des braven Familienvaters aufzubauen, sieben Jahre hatte er gelogen, verdrängt, gehofft, dass der Staub sich gelegt hatte. Aber Staub setzt sich nur oberflächlich ab, und darunter glimmt die Glut weiter. Seine Hände fühlten sich schwer an, als er das Handy langsam umdrehte, das Display nach unten auf den Tisch legte und versuchte, die Panik im Inneren zu unterdrücken. Lisa bemerkte sein seltsames Verhalten, runzelte leicht die Stirn, doch sie sagte nichts. Andy wusste, dass er keine Zeit mehr hatte, kein Zögern, keine Möglichkeit, einen klaren Plan zu entwickeln. Er musste handeln, und er musste es sofort tun. „Ich… ich muss kurz nachsehen, ob ich etwas im Schlafzimmer vergessen habe“, murmelte er, ohne seine Frau direkt anzusehen, und stand auf, bevor jemand eine Nachfrage stellen konnte. Sein Herzschlag hämmerte so laut, dass er kaum die Geräusche seiner Familie wahrnahm, während er schnellen Schrittes den Flur entlangging, das Handy fest in der Hand, als sei es ein Stück Sprengstoff. Kaum hatte er die Schlafzimmertür geschlossen, zog er hektisch die Kommode beiseite, kniete nieder und riss mit zittrigen Fingern die Bodenleiste ab, die er vor Jahren sorgfältig mit Nägeln befestigt hatte. Der Spalt, der sich darunter auftat, war klein, doch für ihn bedeutete er die Trennung zwischen der Fassade, die er aufgebaut hatte, und der Wahrheit, die er so verzweifelt vergraben wollte. Er griff hinein, zog den staubigen Umschlag hervor, der seit Jahren dort lag, und spürte das Gewicht der zwanzigtausend Dollar in bar. Daneben lag der Pass, der nicht seinen Namen trug, sondern den eines gewissen Mark Weber, mit seinem Bild, aber einer anderen Identität. Allein der Anblick genügte, um ihm klarzumachen, dass die Illusion endgültig zerbrochen war. „Andy?“ Lisas Stimme ließ ihn auffahren, und er drehte sich um, das Herz erneut im Hals. Sie stand in der Tür, die Stirn in Falten, die Augen geweitet. „Was machst du da? Was ist das?“ Ihre Stimme schwankte zwischen Entsetzen und Unverständnis. Er wollte schweigen, doch er wusste, dass Schweigen sie nur misstrauischer machen würde. „Das Geld… es ist von damals“, stieß er hervor, die Worte stolperten über seine Lippen, so hastig, als müsse er sie hinauspressen, bevor er es sich anders überlegte. „Von einem Überfall. Vor sieben Jahren. Ich war sicher, dass sie mich vergessen hatten… aber sie haben mich gefunden.“ Lisa trat einen Schritt in den Raum, ihre Hände zitterten. „Ein Überfall? Was redest du da? Du… du warst ein ganz normaler Kerl. Du…“ Doch ihre Stimme brach ab, und sie sah auf das Geld, dann auf den Pass, dann wieder in sein Gesicht. Andy fühlte sich in die Ecke gedrängt, wusste, dass jede Sekunde, die er verlor, ihn der Gefahr näherbrachte. „Du darfst niemandem etwas sagen“, flüsterte er rau, packte sie an den Schultern, zwang sie, ihm in die Augen zu sehen. „Nicht der Polizei, nicht deiner Schwester, niemandem. Wenn du das tust, ist alles vorbei. Verstehst du? Ich melde mich, wenn es sicher ist. Aber jetzt… jetzt muss ich gehen.“ Von draußen drangen in diesem Moment die ersten Sirenen in die Stille des Vororts, leise, aber unheilvoll, wie das Heulen eines Rudels, das seine Beute bereits witterte. Lisa taumelte zurück, Tränen stiegen ihr in die Augen, doch sie nickte schwach, mehr aus Schock als aus wirklichem Verstehen. Andy wusste, dass er keine Wahl hatte. Er nahm den Umschlag, den Pass, warf sein eigenes Handy aufs Bett und zerbrach mit einer schnellen Bewegung die SIM-Karte, die er im Badezimmer ins Klo warf. Keine Spuren, keine Verbindung. Er griff nach seiner Jacke, küsste Lisa flüchtig, fast verzweifelt, und murmelte ein letztes „Vertrau mir“, bevor er durch die Hintertür hinaus in den Garten floh. Das Heulen der Sirenen wurde lauter, und als er über den Zaun sprang, spürte er den kalten Stich der Nachtluft im Gesicht. In der Ferne sah er die roten und blauen Lichter der Streifenwagen, die sich wie eine Schlinge um sein Haus legten. Für einen kurzen Moment überkam ihn der Gedanke, einfach zurückzukehren, alles zu gestehen, die Wahrheit auf den Tisch zu legen, doch er wusste, dass es kein Zurück mehr gab. Zu viele Geheimnisse, zu viele Lügen, und zu viele Menschen, die ihn lieber tot als lebendig sehen wollten. Er rannte, stolperte durch Hinterhöfe, überquerte schmale Gassen, während seine Muskeln brannten und die Lungen zu explodieren schienen. Jeder Atemzug war schwer, jeder Schritt schien lauter zu hallen, als würde die Dunkelheit selbst ihn verraten. Er wagte keinen Blick zurück, wusste aber, dass er verfolgt wurde, ob von der Polizei, von alten Bekannten oder von Geistern der Vergangenheit, war egal. Wichtig war nur, dass er entkam, dass er einen Vorsprung gewann, bevor die Schlinge sich endgültig zuzog. Nach endlos erscheinenden Minuten erreichte er einen verlassenen Schuppen am Rande einer verwilderten Wiese. Die Bretter waren morsch, das Dach undicht, doch in diesem Moment war es sein sicherster Ort. Er drängte sich hinein, sank keuchend auf den Boden, legte den Umschlag und den Pass neben sich und starrte ins Leere. Die Dunkelheit roch nach Schimmel und Staub, und doch war sie für ihn in dieser Nacht ein Schutzschild. Seine Gedanken rasten zurück zu jenem Tag vor sieben Jahren, dem Überfall, den er nie vergessen konnte, auch wenn er es noch so sehr versuchte. Er war nur der Fahrer gewesen, hatte die Maschine gestartet, das Adrenalin im Blut gespürt, und doch hatte er die Schreie gehört, die Schüsse, das Kreischen, als ein Mensch zu Boden ging. Er hatte versucht, es auszublenden, hatte sich eingeredet, dass er nicht derjenige gewesen war, der abdrückte, dass er nicht schuldig war. Doch Schuld klebt an einem wie Rauch an Kleidung, man wird sie nie wieder los. Nun war sie zurückgekehrt, härter, unerbittlicher als je zuvor. Und er wusste, dies war nur der Anfang.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.