Zu diesem Buch
20
Kapitel
39
Minuten
9k+
Wörter
↓5
Content
Benni hilft mit Herz
Kapitel 1 – Der liebe Benni
Benni war ein kleiner Junge mit braunen Locken und großen, neugierigen Augen. Jeden Morgen wachte er früh auf, oft noch bevor der Wecker klingelte. Während Emma, seine kleine Schwester, noch schlummerte und Mama und Papa sich die Augen rieben, war Benni schon hellwach – bereit, zu helfen.
Heute war ein ganz normaler Tag. Aber für Benni bedeutete das: Eine neue Gelegenheit, ein liebes Kind zu sein. Er zog sich leise seine Hausschuhe an, damit er Emma nicht weckte, und tappte vorsichtig in die Küche. Mama war gerade dabei, den Frühstückstisch zu decken. Sie sah noch ein bisschen verschlafen aus und gähnte.
„Guten Morgen, Mama“, sagte Benni fröhlich und nahm eine der kleinen Schüsseln in die Hand. „Ich helfe dir! Ich stell schon mal die Löffel hin.“
Mama lächelte, obwohl ihre Augen noch müde waren. „Danke, mein Schatz. Du bist wirklich mein kleiner Helfer.“
Benni stellte jeden Löffel ganz ordentlich neben die Teller. Für Emma wählte er den Löffel mit dem Bärchen am Griff, weil das ihr Lieblingsbesteck war. Dann lief er zurück ins Kinderzimmer, um Emma zu wecken.
„Emmaaa“, flüsterte er und tippte ihr sanft auf die Schulter. „Komm, aufwachen. Es gibt gleich Frühstück.“
Emma brummte und drehte sich auf die Seite. Da hatte Benni eine Idee. Er holte Emmas Lieblingskuscheltier, den Plüschhasen „Mümmel“, und setzte ihn neben ihr Kopfkissen.
„Guten Morgen“, piepste Benni mit Hasenstimme. „Ich hab Hunger!“
Emma lachte verschlafen. „Mümmel redet komisch“, murmelte sie. Dann öffnete sie die Augen und umarmte ihren Bruder.
„Komm, wir ziehen uns an“, schlug Benni vor. Er half ihr beim Reißverschluss und suchte die passenden Socken aus dem Kleiderschrank. Mama kam gerade herein.
„Ihr seid ja schon fast fertig!“, staunte sie.
„Benni hat mir geholfen“, sagte Emma stolz.
Als alle am Frühstückstisch saßen, brachte Benni sogar die Butter aus dem Kühlschrank, ohne dass Mama etwas sagen musste. Und als Papa seinen Hausschuh suchte, war Benni schon auf allen Vieren und fand ihn unter dem Sofa.
„Du hast heute wirklich einen Helfer-Tag, was?“, fragte Papa und strich ihm durch die Haare.
Benni grinste. Er wusste gar nicht genau, warum es ihm so viel Freude machte zu helfen – aber irgendwie fühlte sich sein Herz dann ganz warm an. Wenn Mama lächelte oder Papa ihn lobte oder Emma lachte, weil er an etwas gedacht hatte, wurde es in ihm ganz hell. Wie ein kleines Licht.
Nach dem Frühstück zog er sich selbst die Schuhe an und half Emma mit ihren. Dann nahm er ihre Hand, während sie zur Haustür gingen. Mama und Papa sahen sich an und schmunzelten. „Unser Benni“, flüsterte Mama. „So ein liebes Kind.“
Benni hörte es nicht – aber er hätte sich bestimmt noch ein kleines bisschen größer gefühlt, wenn er es getan hätte.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.
