Zu Produktinformationen springen
1 von 1

Self-Wish Cameo

Vincent + Cameo Code 🗝️

Vincent + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €9,99 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €9,99 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern.

Vincent, einst ein vielversprechender junger Mann, ist durch Drogen und Schuldgefühle in die Tiefen der Unterwelt Rotterdams abgerutscht. Nachdem er den Tod seines besten Freundes Kevin miterlebt und sich selbst die Schuld daran gegeben hat, verliert er den Halt und versinkt in einem Strudel aus Drogen, Gewalt und Halluzinationen. In einer Entzugsklinik konfrontiert er seine Dämonen und kämpft sich langsam zurück ins Leben – stets verfolgt von Kevins Stimme, die ihn an seine Fehler erinnert. Doch als Vincent erfährt, dass Samir, der wahre Verräter, noch immer frei herumläuft, muss er sich entscheiden: Vergeltung oder Vergebung?
"Vincent" ist eine fesselnde Geschichte über Schuld, Sühne und den langen Weg zur Selbstvergebung.

Vollständige Details anzeigen

Zu diesem Buch

Kapitel
26
Kapitel
Zeit
108
Minuten
Wörter
26k+
Wörter
FSK
18+
Content
Vincent Kapitel 1 – Die Straßen von Rotterdam Vincent stand am Rand des Hafens, die Hände tief in den Taschen seiner schwarzen Lederjacke vergraben. Der Wind wehte kühl über die Maas und trug den Geruch von salzigem Wasser und Diesel zu ihm herüber. Rotterdam erwachte langsam zum Leben, doch in Vincents Welt war es nie wirklich still. Ein Hupen, ein Schrei, das Knirschen von Kies unter schweren Stiefeln – die Stadt sprach ihre eigene, raue Sprache. Und Vincent verstand sie. Seit drei Jahren hatte er sich durch die Straßen von Rotterdam gekämpft. Vom kleinen Kurier, der für andere Dealer lief, bis zum eigenständigen Verkäufer. Sein Revier lag in den schmutzigen Gassen hinter der Witte de Withstraat, dort, wo die Clubs, Bars und Absteigen die Konsumenten geradezu anlockten. Es war ein Paradies für Geschäfte. Und ein Albtraum für jeden, der nicht aufpasste. Vincent zog eine kleine Plastiktüte aus der Jackentasche. Drinnen lagen zwei Pillen, hellblau mit einem geprägten Smiley darauf. Er starrte sie an, während der Wind um seine Ohren pfiff. Es war seine eigene Ware. Der Stoff, den er gestern verkauft hatte, war reiner als alles, was er je in die Finger bekommen hatte. Und die Versuchung war groß, sehr groß. Er schluckte trocken und steckte die Pillen zurück in die Tasche. Noch nicht. Später vielleicht. Jetzt musste er arbeiten. Mit schnellen Schritten machte er sich auf den Weg zur Hauptstraße. Die Lichter der Leuchtreklamen warfen flackernde Schatten auf den nassen Asphalt. Junge Leute in zerfetzten Jeans und Lederjacken schlenderten vorbei, einige davon mit glasigen Augen. Potenzielle Kunden. Vincent scannte die Gesichter, hielt nach bekannten Junkies Ausschau, nach neuen Gesichtern, die er noch nicht kannte. „Hey, Vince!“ Eine kratzige Stimme ließ ihn innehalten. Er drehte sich um und sah Jeroen, einen schmalen Typen mit fettigem Haar und eingefallenen Wangen. Jeroen war ein regelmäßiger Kunde – und jemand, der seine Schulden selten pünktlich bezahlte. „Jeroen“, sagte Vincent kühl. „Wo ist mein Geld?“ Jeroen lachte nervös und rieb sich die Hände. „Ich hab's fast. Ehrlich. Nur noch ein, zwei Tage.“ Vincent trat näher an ihn heran, bis er den sauren Atem des Mannes riechen konnte. „Ein, zwei Tage? Du bist schon eine Woche überfällig. Entweder du zahlst heute oder…“ „Oder was?“ Eine tiefe Stimme mischte sich ein. Aus der Gasse hinter Jeroen trat Hassan hervor, ein Bär von einem Mann mit breiten Schultern und stechenden Augen. Er gehörte zur Bande von Nabil – einem der gefährlichsten Dealer in Rotterdam. Vincent spürte, wie sich seine Muskeln anspannten. Hassan war nicht ohne Grund hier. Wahrscheinlich wollte Nabil ihm eine Warnung schicken. „Was willst du, Hassan?“ fragte Vincent ruhig. „Nichts weiter. Wollte nur sehen, wie du deinen Kunden behandelst“, sagte Hassan und musterte Vincent von oben bis unten. „Scheint, als hättest du Stress.“ „Stress? Nein“, sagte Vincent und zwang sich zu einem Lächeln. „Alles läuft bestens.“ Hassan grinste, und seine Zähne blitzten weiß auf. „Pass auf dich auf, Vince. Die Straßen von Rotterdam sind nicht mehr so sicher wie früher.“ Mit diesen Worten klopfte er Jeroen auf die Schulter und zog ihn mit sich in die Dunkelheit der Gasse. Vincent sah ihnen nach, bis sie verschwunden waren. Seine Hände zitterten leicht. Er hasste Hassan – und noch mehr hasste er Nabil. Die beiden hatten sich in den letzten Monaten immer mehr von Vincents Revier einverleibt. Und Vincent wusste, dass sie nicht aufhören würden, bis er entweder klein beigab oder tot war. Er atmete tief durch und zwang sich, weiterzugehen. Der Club „Neon Lights“ war nur ein paar Straßenecken entfernt. Dort wartete Tommi, einer seiner besten Kunden. Tommi war ein Nachtmensch, ein Partygänger, der sein Geld für Pillen und Pulver ausgab. Vincent wusste, dass er heute Abend einen guten Deal machen würde – wenn Tommi genug Kohle dabeihatte. Der Bass des Clubs dröhnte bereits durch die geschlossenen Türen, als Vincent ankam. Vor dem Eingang standen ein paar rauchende Mädchen, die ihn lüstern anlächelten. Eine von ihnen, eine Brünette mit verwischtem Lippenstift, trat zu ihm und legte ihre Hand auf seinen Arm. „Hey, Vince“, flüsterte sie und leckte sich über die Lippen. „Hast du was für mich?“ Vincent zog die Hand weg und schüttelte den Kopf. „Nicht heute, Chantal. Vielleicht später.“ Sie verzog das Gesicht, drehte sich um und torkelte zurück zu ihren Freundinnen. Vincent wusste, dass er sich keine Ablenkungen leisten konnte. Nicht jetzt. Er betrat den Club und tauchte in die stickige, nach Alkohol und Schweiß riechende Luft ein. Die Lichter zuckten in grellen Farben, der Bass hämmerte wie ein Herzschlag durch die Menge. Er bahnte sich seinen Weg durch die tanzenden Körper und entdeckte Tommi in einer Ecke, den Kopf auf die Hand gestützt, die Augen glasig und halb geschlossen. „Tommi!“, rief Vincent und setzte sich neben ihn. Tommi blinzelte und lächelte schief. „Vince! Hast du was für mich?“ „Kommt drauf an. Hast du Geld?“ Tommi zog einen zerknitterten Fünfziger aus der Hosentasche und wedelte damit vor Vincents Nase. „Ich hab immer Geld.“ Vincent zog die Tüte mit den blauen Pillen hervor und ließ sie in Tommis Hand fallen. „Das hier ist neu. Hält länger. Kickt härter.“ Tommi grinste breit und warf die Pille ohne zu zögern in den Mund. Vincent sah zu, wie seine Augen sich schlossen und sein Körper langsam in den Sessel sank. Für Tommi war es ein Kick – für Vincent war es Geld. Er erhob sich und wollte gerade gehen, als sein Blick auf einen Mann am Tresen fiel. Dunkle Haare, schwarze Lederjacke, kantiges Gesicht. Der Mann starrte ihn an, ohne zu blinzeln. Vincent spürte, wie sein Puls schneller wurde. Er kannte diesen Mann nicht. Und in Rotterdam bedeutete ein unbekanntes Gesicht fast immer Ärger. Vincent drehte sich um und bahnte sich einen Weg zurück zum Ausgang. Draußen atmete er tief durch, ließ die kalte Nachtluft in seine Lungen strömen. Die Stadt wirkte plötzlich viel stiller als zuvor. Er zog die Tüte mit den restlichen Pillen hervor, betrachtete sie einen Moment und schloss die Faust darum. Was sollte es? Er hatte sich den Kick verdient. Vincent warf die Pille ein und lehnte sich gegen die kalte Backsteinwand des Clubs. Die Lichter der Stadt verschwammen vor seinen Augen, und die Geräusche wurden dumpfer, gedämpfter, als hätte jemand die Welt unter Wasser gesetzt. Die Straßen von Rotterdam lebten weiter. Und Vincent spürte, wie er langsam, aber sicher darin ertrank.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.