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Self-Wish Cameo

Grenze des Verrats + Cameo Code 🗝️

Grenze des Verrats + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €6,99 EUR
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Inkl. Steuern.

Ein raffinierter Plan. Fünf Männer mit Vergangenheit. Und eine Flucht, die alles verändert.
Nach einem spektakulären Coup beginnt ein gefährlicher Wettlauf gegen Zeit, Gesetz und das eigene Gewissen. Doch je näher die Grenze rückt, desto dünner wird das Vertrauen – und die Wahrheit ist tödlicher als jede Kugel.
„Grenze des Verrats“ ist ein fesselnder Thriller voller Spannung, Stil und unerwarteter Wendungen.

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Zu diesem Buch

Kapitel
20
Kapitel
Zeit
72
Minuten
Wörter
18k+
Wörter
FSK
16+
Content
Grenze des Verrats Kapitel 1 – Die Garage Der Regen prasselte monoton auf das Wellblechdach der alten Werkstatt, irgendwo am Rand der Stadt. Abgelegen genug, dass niemand sie dort vermuten würde – aber nicht so abgelegen, dass es verdächtig wirkte. Die perfekte Mischung aus Tarnung und Zugriff. Es roch nach Öl, kaltem Metall und vergangener Arbeit. Ein Ort, der Geschichten erzählen könnte, wenn er sprechen könnte. Jetzt jedoch war er Bühne für einen neuen Plan – kühl, präzise und illegal. Ghost war der Erste, der eintraf. Dünn, mit nach hinten gegeltem Haar, einer rauen Stimme und dem Blick eines Mannes, der lieber auf Motoren hörte als auf Menschen. Er fuhr einen schwarzen, alten Dodge hinein, stieg aus, sah sich kurz um und zündete sich eine Zigarette an. Mit ruhiger Selbstverständlichkeit öffnete er die Motorhaube. Routine. Er war immer der Erste. Zuverlässig, pünktlich, lautlos wie sein Spitzname. Kurz darauf öffnete sich das rostige Tor erneut. Rio kam rein – dunkles, gepflegtes Haar, Drei-Tage-Bart, ein Lächeln, das man nicht einordnen konnte. Er trug eine stylische Lederjacke und sah aus wie jemand, der mehr an Laufstege als Fluchtautos dachte. Doch hinter dieser Fassade verbarg sich ein Meister der Täuschung. Schauspieler. Blender. Manipulator. Niemand spielte überzeugender den harmlosen Kunden oder hysterischen Passanten. Rio war der Joker im Team – charmant, unberechenbar, aber verdammt nützlich. „Du bist früh“, sagte Ghost, ohne aufzusehen. „Ich hasse Regen. Ich hasse Warten. Und ich hasse es, wenn du beim Schrauben schweigst wie ein Bestatter“, entgegnete Rio und grinste. Ghost schnaubte. „Dann gewöhn dich dran. Hier wird nicht gelacht, hier wird gearbeitet.“ Rio wollte gerade kontern, da rollte ein massiver Jeep in die Halle. Marc. Groß, tätowiert, mit der Aura eines Schlägers, der lieber redet, wenn er keine Worte braucht. In seiner Nähe lag immer eine gewisse Spannung in der Luft, als könnte er jederzeit explodieren. Doch die vier anderen wussten: Marc war loyal. Und wenn es ernst wurde, war er die menschliche Wand, die vor einem stand, wenn alle anderen schon weggerannt waren. „Na, Mädels. Ich hoffe, ihr habt nicht auf mich gewartet“, brummte er, während er einen Seesack auf den Boden warf. „Du bist exakt 2 Minuten und 17 Sekunden zu spät“, sagte plötzlich eine Stimme aus der Dunkelheit. Vince. Der Anführer. Der Stratege. Ein Mann mit ruhiger Stimme, durchdringendem Blick und der Art von Präsenz, die keinen Zweifel daran ließ, dass man besser auf ihn hörte. Vince trat aus dem Schatten, ganz in Schwarz, die Hände in den Taschen, die Augen wach. „Ich will keine Show. Keine Sprüche. Kein Ego. Nur Ergebnisse“, sagte er, ohne jemanden direkt anzusehen. „Lex kommt gleich. Dann legen wir los.“ Rio schnalzte mit der Zunge. „Lex... Der Mann, der einen Bankcomputer mit einem Toaster hacken kann, oder?“ „Der Mann, der dafür sorgt, dass du in sechs Monaten nicht in einer Zelle sitzst“, konterte Vince trocken. Wenige Sekunden später hörte man das kreischende Quietschen alter Bremsen. Ein klappriger VW-Bus hielt vor dem Tor. Die Schiebetür ging auf, und Lex sprang hinaus – Kapuzenpulli, Rucksack voller Geräte, drahtig, nervös, brillant. Er war der Jüngste im Team, aber technisch jedem anderen zehn Schritte voraus. „Sorry! Alte Frau auf dem Zebrastreifen... und mein Navi hat ein Update gemacht... aber ich hab was mitgebracht!“ Er hielt einen Laptop hoch, dessen Oberfläche voller Kratzer und Sticker war. „Leg’s auf den Tisch“, sagte Vince. „Wir fangen an.“ In der Mitte der Halle stand ein improvisierter Planungstisch – ein alter Werkbanktisch, auf dem Karten, Ausdrucke, Fotos und ein Laptop lagen. Vince holte ein Laserpointer aus der Jackentasche und deutete auf den Grundriss der Bank. „Das ist unser Ziel. Innenstadt. Filiale der Mercurion Bank. Offiziell mittlere Bargeldreserven. Inoffiziell lagert dort Donnerstagnacht durch eine Bargeldlieferung fast das Dreifache. Lieferung kommt wegen Systemwartung nicht sofort in die Hauptzentrale. Bedeutet: ein Fenster von exakt 43 Minuten, bevor das Geld weitertransportiert wird.“ Ghost pfiff leise. Marc kniff die Augen zusammen. Rio streckte sich demonstrativ. „Was ist der Haken?“, fragte Marc. „Sicherheitsstufe drei. Bewegungsmelder. Zwei bewaffnete Wachmänner. Und ein digitales Alarmnetz, das nur Lex knacken kann.“ Lex grinste schief. „Ich hab schon reingeschnuppert. Die nutzen eine veraltete Firmware. Mit etwas Glück...“ „Wir planen nicht auf Glück“, unterbrach Vince. „Wir planen auf Vorbereitung. Jeder Fehler wird teuer.“ Er wandte sich zu Ghost. „Du fährst. Fluchtauto ist dein Job. Aber wir brauchen mehr als eins. Beschaff zwei.“ Ghost nickte stumm. „Marc – du sicherst den Hauptraum. Keine Eskalation. Nur Drohung, kein echter Einsatz, wenn es nicht sein muss.“ „Ich will keine Toten“, sagte Vince mit Nachdruck. Alle nickten. „Rio – Ablenkung. Du kommst als Kunde rein. Mach Lärm, zieh Aufmerksamkeit. Sobald Lex loslegt, übernimmst du.“ „Ich liebe die Bühne“, sagte Rio und verbeugte sich spielerisch. „Lex – du gehst rein, fünf Minuten nach Rio. Zugang durch Hintereingang. Ich decke dich. Dein Job: Kameras, Bewegungsmelder, stiller Alarm.“ „Und du?“, fragte Marc. Vince sah ihn lange an. „Ich übernehme die Zeit.“ Stille breitete sich aus. Der Regen draußen trommelte weiter. Dann klappte Vince die Karte zu. „Noch fünf Tage. Wir treffen uns hier jeden Abend. Testen, wiederholen, perfektionieren. Wenn wir das richtig machen, sind wir in einer Stunde raus und in 48 Stunden über die Grenze.“ Rio hob die Augenbraue. „Wohin?“ „Mexiko. Baja California. Sonne, Meer, und keine Auslieferung.“ Ghost grinste. Marc nickte langsam. Lex murmelte: „Klingt besser als mein Keller.“ Vince sah sie alle an. Jeder Einzelne von ihnen hatte eine Vergangenheit. Alte Fehler. Schulden. Dämonen. Aber jetzt hatten sie etwas, das größer war als sie selbst. Ein Ziel. Eine letzte Chance. „Wir machen das“, sagte Vince ruhig. „Aber nur, wenn jeder kapiert: Wir kommen alle raus – oder keiner.“ Marc legte die Faust auf den Tisch. „Dann lasst uns Geschichte schreiben.“ Die Garage wurde still. Nur das Tropfen des Regens blieb.
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.