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Self-Wish Cameo

EXPORT 47 + Cameo Code 🗝️

EXPORT 47 + Cameo Code 🗝️

Normaler Preis €8,99 EUR
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Inkl. Steuern.

Ilina war einst nur eine Nummer – A0-00 – ein Produkt eines globalen Menschenhandel-Experiments, bei dem KI, Trauma und Kontrolle zu einer neuen Art der Versklavung verschmolzen. Doch Ilina überlebt, flieht und beginnt eine gnadenlose Jagd nach den Drahtziehern von Export 47. Was folgt, ist ein weltumspannender Kampf gegen ein unsichtbares Netzwerk, das Kinder katalogisiert, Identitäten löscht und Menschen zu Daten macht.

Export 47 ist ein fesselnder Tech-Thriller über Mut, Identität und den Widerstand gegen ein System, das glaubt, alles kontrollieren zu können – bis es einem einzigen Mädchen begegnet, das sich selbst zurückholt.

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Zu diesem Buch

Kapitel
25
Kapitel
Zeit
86
Minuten
Wörter
21k+
Wörter
FSK
16+
Content
EXPORT 47 Kapitel 1 – Die Containerfrau Der Geruch kam zuerst. Beißend, kalt, metallisch – wie altes Blut auf rostigem Eisen. Officer Morales hielt sich den Ärmel vor das Gesicht, als sie den Container 412-B öffnete. Die Luft, die entwich, war schwer, mit einer Note von Verwesung. Doch dann hörten sie es: ein Kratzen, leise, rhythmisch – lebendig. Sam Acker stand hinter ihr, die Hand an der Waffe, die andere um das Taschenradio gelegt. Seine Stimme war ruhig, aber sein Puls raste. „Alle zurück. Möglicher Überlebender.“ Das Kratzen wurde zu einem Husten. Aus dem Halbdunkel des Containers bewegte sich etwas. Oder jemand. Acker trat vor, die Waffe noch oben. Dann sah er sie. Eine Frau. Nackt bis auf ein zerrissenes Hemd, die Haut bläulich von Kälte, die Lippen aufgeplatzt. Ihre Augen flackerten, suchten Halt, fanden ihn nicht. Dann sackte sie zusammen. Morales stürzte vor, rief nach einem Sanitäter. Acker kniete sich zu ihr, zog seine Jacke aus und legte sie ihr um die Schultern. Sie war federleicht. Ihre Haut fühlte sich an wie Papier. „Sie lebt“, sagte er leise. „Aber sie war in diesem Container für... Wochen. Vielleicht Monate.“ Der Container selbst war nicht wie die anderen. Kühltechnik der neuesten Generation, innen verkleidet mit einer Art Dämmung, die man eher aus Laboren kannte. Keine Nummern, keine Herkunft. Nur ein in die Wand eingebranntes Zeichen: Export 47. Zwei Stunden später saß Acker in einem Besprechungsraum im Hafen von Newark. Vor ihm auf dem Tisch lagen Fotos: der Container, die Frau, eine zerrissene Transportliste. Der Kaffee war kalt, aber er rührte sich nicht. Sein Blick blieb an einem Detail hängen: die Seriennummer des Kühlaggregats. Sie war manipuliert worden. „Acker?“ Die Stimme kam von rechts. Chief Bell trat ein, die Stirn in Falten. „Was hast du?“ „Etwas stimmt nicht. Das ist kein normaler Container.“ „Das sehe ich auch. Aber du wirst es nicht mögen – das FBI will übernehmen.“ Acker presste die Lippen zusammen. „Das ist unser Fall.“ „Nicht mehr. Homeland hat sich eingemischt. Sie sagen, es ist ein internationaler Fall. Menschenhandel.“ Im Krankenhaus bewegte sich die Frau kaum. Ihr Name war nicht bekannt. Keine Papiere, keine Spuren von Identifikation. Die Ärzte hatten ihr den Codenamen „Jane 47“ gegeben – ein interner Scherz, der Acker sauer aufstieß. Er stand an der Scheibe der Isolierstation. Ihre Augen waren geöffnet, aber sie schienen durch ihn hindurchzublicken. Kein Fokus. Kein Ausdruck. Nur Leere. „Wie ist ihr Zustand?“ fragte er den Arzt. „Körperlich stabil. Psychisch... Wir wissen es nicht. Keine Sprache bisher. Keine Reaktion auf Standardreize.“ Acker dachte nach. „Geben Sie mir zehn Minuten mit ihr.“ Der Raum war kühl. Absichtlich. Sie sollte sich nicht überhitzen, erklärten die Ärzte. Acker trat vorsichtig näher. „Mein Name ist Sam Acker. Ich bin vom FBI.“ Er sprach langsam, ruhig. „Du bist in Sicherheit. Niemand wird dir etwas tun.“ Sie reagierte nicht. Er setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. Ihre Haut war von feinen Narben durchzogen. Präzise, als wären sie medizinisch gesetzt. Keine typischen Spuren von Misshandlung, sondern... Operationen? Acker nahm ein Diktiergerät aus der Tasche. „Notiz: Frau zeigt Narbenmuster entlang der Wirbelsäule und am Hinterkopf. Mögliches neurologisches Implantat? Weitere Tests notwendig.“ Plötzlich bewegte sie sich. Nur ein wenig – die Finger zuckten. Dann ein Flüstern, kaum hörbar. „Red... Tide...“ Acker beugte sich vor. „Was hast du gesagt? Red Tide? Ist das ein Name? Ein Ort?“ Ihre Lippen formten die Worte erneut. „Red Tide.“ Er verließ das Zimmer mit einem Gefühl, das er lange nicht mehr gekannt hatte: eine Vorahnung. Etwas stimmte nicht nur nicht – es war absichtlich falsch. Zurück im Büro tippte Acker „Red Tide“ in die Datenbank ein. Es war der Name eines Frachtschiffes. Eigentümer: unklar. Registrierung: Panama. Die Route: Genua – Rotterdam – New York. Letzter Hafenbesuch: drei Wochen zuvor. Doch das Schiff war verschwunden. Kein Tracking, kein Funkkontakt. Laut offizieller Datenbank hatte es New York nie erreicht. Acker runzelte die Stirn. Er rief Morales an. „Ich brauche alle Containerbewegungen der letzten zwei Monate, die mit der Red Tide zu tun haben.“ „Das wird dauern.“ „Dann fang an. Und such nach Export 47. Irgendetwas. Eine Verbindung.“ Der nächste Tag brachte Regen. Grau, dickflüssig, wie Blei aus dem Himmel. Acker betrat das FBI-Hauptquartier mit einem Plan – und einem Problem. Das Justizministerium hatte den Fall offiziell übernommen. Ein Mann in Anzug wartete bereits auf ihn. Glatt, zu glatt. Keine Akte in der Hand, aber ein Lächeln auf den Lippen. „Agent Acker. Ich bin David Chen. Homeland Security. Ich leite den Export-47-Vorgang.“ Acker zeigte keine Reaktion. „Das ist mein Fall.“ „Jetzt nicht mehr.“ Chen blieb ruhig. „Sie dürfen weiterhin helfen. Unter meiner Aufsicht.“ Acker wusste, was das bedeutete: Mund halten. Infos abgeben. Und später in einem Report vergessen werden. Doch er hatte keine Zeit für Politik. „Die Frau hat etwas gesagt. Red Tide.“ Chen hob die Brauen. „Interessant. Wir haben Informationen, dass das Schiff schon öfter als Deckmantel für illegale Lieferungen genutzt wurde. Nichts Konkretes. Bis jetzt.“ Abends saß Acker allein in seiner Wohnung. Akten, Fotos, Ausdrucke. Die Wand war voll mit Karten und Linien. Er klebte ein neues Bild auf: das Gesicht der Frau, aus der Klinik. Daneben: „Red Tide“. Darunter: „Export 47“. Er schrieb ein weiteres Wort: „Warum gekühlt?“ Warum wurde ein Mensch wochenlang bei -5 Grad transportiert? Warum war sie noch am Leben? Es klopfte. Zu spät für Besuch. Acker zog seine Waffe. Durch den Türspion sah er Morales. „Du wolltest Containerbewegungen“, sagte sie, als er öffnete. „Ich habe was. Und du willst es sehen.“ Sie zeigte ihm einen Ausdruck. Eine Liste. Unauffällig. Doch zwischen Zeile 113 und 114: ein „Container gelöscht“. Kein Ursprungsort. Kein Ziel. Nur ein interner Code: EX-47-A5. „Export 47 ist kein Projektname“, sagte Morales leise. „Es ist ein Liefersystem.“ „Ein globales?“ „Vermutlich. Ich habe Namen. Einige Käufer. Die Liste ist verschlüsselt, aber ich erkenne diplomatische Codes. Konsulate. Firmen. Stiftungen.“ Acker starrte sie an. „Das ist größer als wir dachten.“ „Viel größer.“ In der Klinik bewegte sich die Frau wieder. Diesmal schneller. Sie versuchte aufzustehen, fiel, kroch dann zur Tür. Die Kameras zeichneten es auf. Als die Nachtschwester den Raum betrat, fand sie nur das zerrissene Hemd. Das Bett war leer. Auf dem Boden: eine Nachricht, in Blut an die Wand geschrieben. Drei Worte. „Er sieht dich.“
Hinweis
Bewertungen sollen sich ausschließlich auf die Geschichte des Buches beziehen – nicht auf die Cameo-Auswahl oder Teilnahme. Wir freuen uns über ehrliches Feedback zur Handlung, den Charakteren oder dem Leseerlebnis. Die Cameo-Chance ist ein zusätzlicher Bonus und spielt in der Bewertung keine Rolle.